Game Over – You're lost

Artikel-Nr.: 9783959626293
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Kundenbewertungen zu Game Over – You're lost

Anzahl der Bewertungen: 5
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Bildgewaltig und modern - Gaming in Romanform
von am 25.12.2018
„Game over – you’re lost“ – wollte ich eigentlich im Zuge einer Aktion lesen, was sich aber (wie zu erwarten) bei mir verzögerte. Und das nicht, weil das Buch mich nicht fesseln konnte, im Gegenteil – ich wusste, wenn ich weiterlesen wollte, brauchte ich Zeit und Ruhe. Für mich ist „Game over – you’re lost“ kein Buch für Zwischendurch. Das bedingt sich schon allein durch die Thematik: Gaming und was es mit einem anstellen kann. Kann, nicht muss.

Und so mache ich der lieben Stephanie Mühlsteph heute ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, denn hier kommt meine Rezension:

Etta wird von Ihren Eltern gedrängt, sich noch intensiver um ihren Bruder Finn zu kümmern, als ohnehin schon. Ettas Eltern sind ständig unterwegs und anstatt selbst einen Blick auf ihren auffälligen Sohn zu werfen, soll Etta ihm hinterher spionieren.

Soweit so gut, Etta findet meiner Ansicht nach sehr schnell Zugang zum Spiel ‚Bishamonten‘, in dem sie Finn eigentlich nur ein wenig hinterher schnüffeln will, um die Fragen ihrer Eltern beantworten zu können. Doch ‚Bishamonten‘ wird bald zu mehr als einem Zweck für Etta. Es wird ein großer Teil ihres Lebens. Schleichend und doch unaufhaltsam werden die Nächte kürzer, die Anforderungen des realen Lebens nehmen Überhand und der Ausweg, den sie wählt, allem noch ein bisschen länger gerecht zu werden, beendet beinahe nicht nur Ettas Leben im Spiel.

Wie erwähnt bin ich selbst Gamerin. Ich kann absolut nachvollziehen, wenn man online die Beste sein will. Wenn man sich reinfuchst, endlich Oberhand gewinnt in Zweikämpfen. Man kann und will seine Errungenschaften nicht einfach wieder aufgeben.
Ich kann Ettas (und auch Finns) Flucht in das Spiel nachvollziehen, ich kann aber auch Tabeos Ansicht zu dem Spiel verstehen. Es ist und bleibt eben doch nur das, wenn man es einfach ein Spiel sein lässt. Ich glaube, der eigene Mittelweg in Sachen OnlineGaming ist der Beste. Jeder macht es anders.

Stephanie Mühlsteph hat in meinen Augen ein großartiges Game erdacht, um ihrem Roman das gewisse Etwas zu geben. Es klingt hochgradig komplex und natürlich, bedingt durch die erzählende Struktur des Spiels, zu gut, um wahr zu sein. In der Werbung steht unter solch cineastischen Darstellungen gern, dass diese Szenen kein Spielinhalt sind. Und cineastisch sind sie wirklich. Ich fiebere mit, wenn die Spielcharaktere ihre Waffen ziehen, ich ihr taktisches Vorgehen nachvollziehen kann – überhaupt finde ich die Spielszenen in diesem Roman sehr treffend und unglaublich gut beschrieben. Ich würde ‚Bishamonten‘ vom Fleck weg ausprobieren wollen! Nur über die Klasse bin ich mir noch nicht einig.

Die tiefen, klar gezeichneten Charaktere tun ihr übriges. Tabeo ist mir besonders ans Herz gewachsen, aber auch die Geschwister Etta und Finn mag ich sehr gern. Ich habe das eBook gelesen und die letzten 30 % gingen rasend schnell vorbei. Ich hätte mir da noch ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht, was die Auflösung angeht. Das hätte mich vielleicht noch ein wenig mit Ettas und Finns Eltern versöhnt.
Ich glaube, auch nicht-Gamer kommen auf ihre Kosten, wenn es okay ist, dass das Game einen Großteil des Buches ausmacht. Das finde ich, kann man aber anhand des Titels – den ich gut gewählt finde – und des Covers – dieses Blau! – recht gut einschätzen.

Ich danke dem Papierverzierer Verlag, dass ich trotz der Einschränkungen mitlesen durfte und ich danke dir, Steffi, für diesen Roman!
Die Tücken eines Online-Spiels
von am 26.11.2018
Etta und Finn sind typische Geschwister. Etta ist eine der Topläuferin und liebäugelt mit einem Stipendium in den USA. Ihr jüngerer Bruder Finn ist da wohl eher der Nerd, wie er im Buche steht. Die Eltern sind beide beruflich immer eingespannt und haben nur wenig bis gar keine Zeit für ihre beiden Sprösslinge. Finn ist dem Online Spiel Bishamonten mehr oder weniger komplett verfallen. Und dies scheinen auch seine Eltern zu spüren, denn seine schulischen Leistungen nehmen einen leichten Knick nach unten. Sie beauftragen Etta einen Blick auf ihren jüngeren Bruder zu werfen. Etta wagt einen Blick in diese Welt und muss feststellen, dass es dort eigentlich auch nicht anders ist als im realen Leben. Training mit den Team-Kollegen, Anfeindungen und unterschwellige Drohungen regieren auch das Online-Spiel. Und schneller als Etta sich vorstellen kann, ist sie in diesem Strudel gefangen und zockt das Spiel jede Nacht weiter. Auch für Etta hat dies Auswirkungen. Ihre sportlichen Leistungen nehmen ab und das Stipendium ist auf einmal nicht mehr in greifbarer Nähe. Aber damit nicht genug. Auch im sonstigen reellen Leben geschehen seltsame Unfälle. Was ist noch real und was Spiel? Für Etta und ihren Bruder könnte es bald Game Over heißen.
Natürlich möchte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Worte zu diesem Buch zu schreiben. Der Schreibstil ist einfach genial. An vielen Stellen habe ich echt nicht gewusst, was jetzt reales Leben und was Online Spiel ist. Aber somit konnte ich mich auch besser in Etta und Finn versetzen. Auch bei den beiden Hauptprotagonisten scheinen die Grenzen zu verschwimmen. Sehr gut ist auch beschrieben, wie schnell man der Sucht eines solchen Spiels verfallen kann und wie schwer es ist da wieder auszusteigen. Der Schluss war mir erst ein bisschen zu kurzgehalten. Aber nach einigen Gedankengängen muss ich sagen, er ist genial. So schnell Du in einem solchen Spiel gefangen bist, genauso schnell kannst Du diesem auch wieder entkommen. Es handelt sich nicht um ein Buch mit erhobenem Zeigefinger, nach dem Motto Schaut nur wie böse das Internet ist. Es geht um die Gefahren, aber auch die Möglichkeiten, die solche Interaktivitäten bieten können. Dafür kann ich gerne 5 Sterne vergeben!
Tolle Thematik - konnte mich jedoch nicht überzeugen
von am 04.11.2018
Rezension zu “Game over – You ´re lost” von S. Mühlsteph

Kurz zum Cover des Buches:
Das Cover ist ganz in Blau gehalten und in der Mitte befindet sich ein Läufer. Dieser ein Schwert und wenn man ganz genau hinsieht erkennt man im Hintergrund einen Wolf brüllen. Es passt sehr gut zum Buch.

Kurz zum Inhalt des Buches:
Etta gehört zu den besten Läuferinnen und sie muss hart arbeiten, denn sie möchte unbedingt das Stipendium für Amerika haben. Doch ihr Bruder, den sie sehr liebt, versinkt immer mehr in der Welt der Computerspiele und man kommt kaum noch an ihn heran. Die Eltern bitten Etta, etwas zu unternehmen. Also fängt sie selbst an zu zocken. Doch sie ahnt nicht, was alles dahinter steckt…

Meine Meinung zu dem Buch:
Es handelt sich hierbei um das zweite Buch der Autorin und da ich vom ersten Buch so begeistert war, hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch.
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Durch den flüssigen Schreibstil ist das Buch gut zu lesen. Die Protagonistin ist Etta. Sie hat mir sehr gut gefallen. Etta ist sehr ehrgeizig und zieht etwas durch, wenn sie etwas angefangen hat. Für ihren Bruder Finn hat sie eine Art Mutterrolle übernommen und als sie von ihren Eltern gebeten wird, nach ihm und seiner „Gamerwelt“ zu schauen, macht sie das, auch wenn sie eigentlich trainieren muss bzw. für das Training ausgeruht sein muss.
Das Buch handelt hauptsächlich von dem Spiel „Bishamonten“. Durch meinen Bruder, der selber leidenschaftlicher Zocker ist, kenne ich so einige Begriffe und andere konnte ich mir zusammen reimen. Ich weiß auch, dass man sich bei so einem Spiel auf einem Server irgendwo auf der Welt einloggt und dass man dort unter seinem gewählten Namen spielt. Man selbst und der Charakter bleiben anonym. Das alles war also nicht neu für mich. Doch muss ich sagen, dass ich von den ganzen Kampfszenen, die in diesem Buch sehr zahlreich sind, etwas genervt war. Ich war vielleicht so naiv, mir etwas anderes vorzustellen.
Mir hat sehr gut gefallen, dass dieses Buch sehr real gestaltet ist. Ich könnte mir so etwas in der Art durchaus vorstellen und das macht das ganze so wirklich und gibt ihm gleichzeitig den Schrecken. Die Thematik ist sehr gut gewählt. Neben dem Online spielen, werden auch Themen, wie Missbrauch von Tabletten, Doping für Leistungssteigerung, aber auch der große Leistungsdruck unserer Gesellschaft angesprochen.
Fazit:
Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Die Thematik war sehr gut gewählt, doch die Umsetzung hat mich leider nicht abholen können. Für Leute, die selbst spielen, könnte das Buch empfehlenswert sein und denen vergebe ich eine klare Leseempfehlung! Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Schildkröten.
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