Wolfswut


Wolfswut

Artikel-Nr.: 9783959623360
4,99
Preis inkl. MwSt.


Kundenbewertungen zu Wolfswut

Anzahl der Bewertungen: 3
Durchschnittliche Bewertung: 5
Einfach toll!
von am 25.03.2019
Aus irgendeinem Grund mag ich Charaktere, die arg vom Schicksal gebeutelt sind. Wahrscheinlich daher kein Wunder, dass ich mittlerweile ein großer Fan der »Schwarzes Blut«-Reihe von Melanie Vogltanz bin. Alfio hat es wirklich nicht leicht, und das ändert sich auch nicht in »Wolfswut«, dem zweiten Roman, der ihm gewidmet ist.

Man muss es einfach sagen, wie es ist: Melanie kann schreiben. Sie versteht es, eine ausgewogene Mischung aus Action und ruhigen Momenten zu schaffen. Dadurch bleibt zum einen die Spannung erhalten, zum anderen gibt es aber genug Verschnaufpausen, damit sowohl Protagonisten als auch Leser das Geschehene setzen lassen können.

Ein Schreibtipp, den man immer wieder liest, lautet, dass jeder Nebencharakter Protagonist seiner eigenen Handlung sein soll. Im Falle von »Wolfswut« könnte ich mir einen Ablegerroman aus der Sicht von zum Beispiel Yvella wirklich gut vorstellen! Mir hat sehr gut gefallen, wie sich hier quasi mehrere Haupthandlungen mehrerer Protagonisten überschneiden und parallel ablaufen, während wir als Leser gleichzeitig alles aus der Sicht von Alfio erleben und nur seinen Teil mitbekommen.

Dadurch haben die Charaktere sehr viel Tiefe, was man auch merkt. Irgendwie muss ja neben Alfios Handlung ja auch alles andere ablaufen, und jeder Charakter hat seine eigenen Motive, die seine eigene Haupthandlung vorantreiben. Der Roman entwickelt rasch eine Sogwirkung, weil man schon früh merkt, dass da mehr abläuft als nur das, was Alfio erlebt.

Des Weiteren werden im Roman Rassismus und Homophobie des frühen 20. Jahrhunderts thematisiert, und es wird aufgezeigt, was queere Menschen in dieser Zeit alles ertragen müssen. Sodomie galt in dieser Zeit als schweres Verbrechen, dessen einer der Charaktere auch bezichtigt wird. Er wird dafür eingesperrt und muss im Gefängnis schwere Gewalt ertragen. Alfio selbst zeigt sich aufgeschlossen und setzt sich für die Opfer der Gewalt ein. Er holt seinen der Sodomie bezichtigten Freund wieder aus dem Gefängnis und verteidigt Yvella, welche Opfer rassistisch motivierter Straftaten wurde.

Der Roman begibt sich des Weiteren in den Kulturkreis des Voodoo, was mir persönlich sehr gefallen hat. Generell hat sich bisher jeder Roman der Reihe ohnehin verschiedenen Kulturkreisen gewidmet, je nachdem, wo er spielte. Ich erwähnte bereits früher, dass mir die vielen kleinen Recherchedetails positiv auffielen, weil sie den Romanen sehr viel Leben geben und die Zeit und den Ort der Handlung lebhaft vor Augen führen. Das trifft auch hier wieder zu, zumal wir uns hier etwas aus dem europäischen Kulturkreis herausbewegen und nach Afrika blicken.

Ich persönlich mochte auch die Sicht des Wolfs sehr. Teils natürlich genutzt, um dem Leser ein paar Dinge mitzuteilen, die Alfio nicht wissen konnte und die der Wolf nicht versteht, weil er eben doch mehr Tier ist. Mir gefiel sehr, wie die animalische Seite gezeigt und geschildert wurde, dass man wirklich das Gefühl haben konnte, im Kopf eines (nicht ganz so normalen) Tieres zu sein. Fand ich spannend.

Abschließend sei also gesagt: eine absolute Empfehlung! Der Roman hat mir mit all seinen Aspekten sehr viel Lesefreude bereitet. Es sollte noch erwähnt werden, dass es sich hier um Dark Fantasy handelt, es also mitunter sehr brutal zugeht. Das ist mitunter nicht für jedermann etwas. Für alle anderen spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Mögliche Trigger
- Rassismus
- Homophobie
- Gewalt gegen Mensch und Tier
- PTBS und Trauma
- Blut und Wunden
- Tod und Leichen
Spannend geht es weiter
von am 05.01.2018
Das ich Fan der Reihe "Schwarzes Blut" bin wisst ihr vielleicht, ich konnte deshalb auch beim aktuellen Teil der Reihe nicht vorbeigehen.

Inzwischen ist wieder einige Zeit vergangen und Alfio lebt im Jahr 1909 in New Orleans. Sehr weit entfernt von seinem letzten Unterschlupf. Er schlägt sich durch (wortwörtlich) und versucht dabei immernoch ein halbwegs normales Leben zu führen. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Alfio ist einfach kein glückliches und einfaches Leben vergönnt.
Dabei macht er in diesem Buch eine Entwicklung durch, zusammen mit dem Wolf. Es war spannend die beiden zu begleiten.

Die Geschichte spielt in New Orleans und die Stadt und die Umgebung wurden sehr gut eingefangen und atmosphärisch dargestellt. Auch die Menschen, die damalige Zeit und die gesellschaftlichen Probleme. Voodoo spielt in diesem Buch auch eine wichtige Rolle, und ich war sehr begeistert das hier wirklich gut recherchiert wurde. Voodoo ist hier nicht so klischeehaft dargestellt wie man es kennt.

Auch bei Band 5 der Reihe reist die Spannung nicht ab! Es gibt neue Enthüllungen und spannende Wendungen. Man begegnet alten und neuen Gesichtern. Die Seiten fliegen nur so dahin und dann ist es auch schon wieder vorbei. Aber mit einem gelungenen Ende und einem Versprechen auf einen spannenden weiteren Band.

Wolfswut kann man als eigenständiges Buch lesen, einige Anspielungen wird man wahrscheinlich aber erst so ganz erkennen wenn man den Vorgänger "Wolfswille" ebenfalls gelesen hat.

Ich liebe diese Reihe und muss sie deshalb einfach weiterempfehlen. Wenn ihr düstere Fantasy mögt, geniale Charaktere und Vampire & Werwölfe dann kommt ihr einfach nicht an dieser Reihe vorbei!
Ein neues düsteres und spannendes Abenteuer mit unserem liebsten Unsterblichen!
von am 28.12.2017
"Wolfswut" ist nach "Wolfswille" das zweite Buch, dass ich von der Autorin Melanie Vogltanz gelesen habe. Aus der Reihe "Schwarzes Blut" ist es bereits der fünfte Band, doch die beiden genannten Bände teilen sich den Protagonisten Alfio, und können sowohl unabhängig von der restlichen Reihe als auch unabhängig voneinander gelesen werden. Hier kurz der Klappentext:

>>New Orleans im Jahr 1909: Der Hemykin Alfio schlägt sich im wahrsten Sinne des Wortes durch. Als Ringkämpfer bestreitet er seinen Lebensunterhalt, wobei ihm seine Fähigkeiten als Wolfsmensch helfen, um schnell zu heilen und dem Publikum eine entsprechende Show zu liefern. Mit Opium hält er die Bestie, die in seinem Inneren schlummert, im Zaum, bis eines Tages ein Unbekannter auftaucht, der offenbar selbst übermenschliche Fähigkeiten mitbringt. Für Alfio beginnt eine Zeit der ungewöhnlichen Boxkämpfe, der unerklärlichen Voodoo-Rituale und der unvermeidlichen Erkenntnisse über einen Erzfeind.
In den Sümpfen lauert das Böse, das nur auf Alfio gewartet hat. Aber die Welt ist nun mal nicht fair – ganz besonders nicht für Unsterbliche.<<

Wie bereits beim Vorgängerband "Wolfswille" ist die Geschichte wieder fantastisch und düster angehaucht, absolut spannend und immer wieder sehr überraschend. Obwohl Alfios Geschichte fortgesetzt wird treten hauptsächlich neue Charaktere auf, und alle sind sie auf ihre Weise besonders, einzigartig und ebenso wie Alfio komplex und interessant. Aber besonders gefallen und auch beeindruckt hat mich dieses Mal Alfio selbst: er macht eine deutliche Weiterentwicklung durch, besonders stark spürbar zum Vorgängerband, aber auch innerhalb des Buches merkt man, wie Alfio sich (trotz seines außerordentlich langen Lebens) weiter entwickelt.
Doch auch neben dieser persönlichen Seite der Geschichte gibt es wieder so einiges in der Welt der Unsterblichen zu entdecken: der Hauptschauplatz der Story ist wie bereits im Klappentext angekündigt New Orleans, und neben den Problemen und Herausforderungen, denen sich Alfio schon allein auf Grund seines Wesens gegenüber sieht, gibt es auch einige gesellschaftliche Konflikte, die hier angesprochen werden. Da ist zum einen die farbige Bevölkerung in New Orleans, die hier wirklich stark zu kämpfen hat, aber auch Homosexuelle haben es nicht einfach. An dieser Stelle muss ich wieder meine Bewunderung für Alfio zum Ausdruck bringen, denn er steht ganz und gar über all diesen Konflikten und Vorurteilen und bildet sich stets seine eigene Meinung.
Besonders interessant fand ich in diesem Band auch das Thema Voodoo, mit dem Alfio in Kontakt kommt. Ich muss gestehen, dass ich nicht besonders viel darüber weiß, doch man erhält durch die Geschichte einen interessanten Einblick und ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren. Wer sich ebenfalls dafür interessiert sollte das Buch auf jeden Fall bis zum Nachwort lesen.

FAZIT: Wieder absolut gelungen und spannend, düster und trotz Vampiren und Werwölfen einfach ganz anders, als alle anderen Reihen, die ich über diese Wesen gelesen habe. Ein MUSS für alle, die düstere Fantasy und vielschichtige Charaktere mögen!

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