Kundenbewertungen zu Brautsee

Brautsee
1,79
Preis inkl. MwSt.
Brautsee
 
Lucia S. Wiemer

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Anzahl der Bewertungen: 5
Durchschnittliche Bewertung: 4,8
Ich liebe diese Art von Geschichten
von Bücherheike am 29.01.2018
Ich liebe Sagen und Märchen. In meiner Jugend *ist schon so lange her, dass es schon selbst als Sage oder Märchen durchgeht* habe ich sie alle verschlungen. Ich bin begeistert, dass viele Autoren sich dem jetzt wieder zuwenden. Überall tauchen Märchenadaptionen auf. Weiter so. Ich will sie alle lesen.

Hier ist so ein kleines Schätzchen von den Papierverzierern.

Eine wunderschöne, herzzerreißende Liebesgeschichte, die mir ein paar Tränchen abgeluchst hat. Ich finde es immer beruhigend, dass es bei Märchen und Sagen ein happy End gibt, auch wenn es nicht so ist, wie der Leser es gerne hätte.

Es müssen nicht immer Hexen, Vampire, der Weltuntergang oder jede Menge Action sein. Mein Leserherz braucht ab und zu mal was zum träumen, zum lächeln und seufzen und manchmal auch zum weinen.

Danke ihr Papierverzierer, es war wundervoll.
Eine gefühlvolle Geschichte gewoben um ein Sage!
von Anonymus am 16.03.2017
Der Inhalt hat mich irgendwie angezogen und so wollte ich dieses Buch lesen, ohne zu wissen, dass es eine Geschichte ist, die um eine Sage gewoben ist, die es tatsächlich über den Brautsee bei Schleswig gibt.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Papierverzierer Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar bedanken. Meine nachfolgende Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

Inhalt:

"1633: Trine ist sechzehn Jahre alt und schwer verliebt in den Heiden Fridtjof. Doch als sie am Tag ihres ersten Kusses nach Hause kommt, erwartet sie eine böse Überraschung. Ihr Vater hat eine Verlobung für sie arrangiert, die bereits drei Wochen später in der Eheschließung enden soll. Und das ausgerechnet mit dem als Frauenprügler verschrienen Velten! In ihrer Verzweiflung wendet sich Trine an Pfarrer, Freundin, ihren Vater und betet inbrünstiger denn je zu Gott. Doch selbst Gott scheint sie verlassen zu haben. Die Geschichte, die von einer Sage rund um den Brautsee bei Schleswig handelt. So oder so ähnlich soll es sich zugetragen haben."

Ganz ohne Erwartungen schlug ich das Buch auf, da ich am Sonntag ein paar Seiten lesen wollte. Die Geschichte hatte mich gleich nach den ersten paar Seiten gefangen genommen und ich war in Trines Welt eingetaucht und kam nicht mehr los. Erst als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, wurde es wieder aus der Hand gelegt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich war sofort im Lesefluss drin und die Seiten flogen auch nur so dahin. Die Geschichte spielt sich 1633 ab und meiner Meinung nach ist der Schreibstil dem angepasst, so dass man sich richtig zurück versetzt fühlt, aber dennoch keine Probleme hat es flüssig zu lesen, oder gar etwas nicht zu verstehen. Die Autorin hat hier ein gutes Mittelmaß gefunden, die für mich als Leser sehr angenehm war.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und durchdacht. Trine ist eine starke und tolle junge Frau, die für ihre Liebe kämpft, trotz aller Konventionen und Sitten, die es damals gab. Auch wenn es scheint die ganze Welt habe sich gegen sie verschworen, bleibt sie tapfer und versucht gemeinsam, mit Fridtjof einen Weg zu finden. Auch der Frauenprügler, sein Vater und der Pfarrer wurden sehr gut und realistisch dargestellt.

Ich musste mit Trine richtig mitleiden, da es der Autorin gelungen ist, die Gefühle richtig gut zu vermitteln. Von Anfang bis zum Ende lebt man mit der Protagonistin mit und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.

Das Cover hat mich persönlich nicht so angesprochen, jedoch finde ich es sehr passend zum Inhalt des Buches.

Fazit:

Lucia S. Wiemer hat mich mit ihren Kurzroman gefangen genommen und hat mir mit einer einfachen, gefühlvollen Geschichte die im 17. Jahrhundert spielt und um eine Sage gewoben ist, den Sonntagnachmittag versüßt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich gerne einen Nachmittag unterhalten möchte, auch wenn man gar nicht auf historische Romane steht.

Für dieses Werk vergebe ich 5 von 5 Sternen!

(c) nariel
Tragisch und sagenhaft schön
von Anonymus am 09.03.2017
Dies ist eine wunderbar erzählte Kurzgeschichte nach einer Sage über den Brautsee bei Schleswig.
Es geht um den tragischen Verlauf einer harmlos beginnenden Liebesgeschichte in einem christlich geprägten Dorf im 17. Jahrhundert.
Erzählt wird sie aus der Sicht der jungen Trine, die die Tochter des Zimmermanns ist und gegen ihren Willen mit dem Sohn einer wohlhabenden Familie verlobt wird, um ihre Zukunft zu sichern.
Einblicke in die Gedanken und Gefühle der anderen Protagonisten bekommt man nur durch Gespräche, die Trine mit diesen führt. So ist man nicht in der Position des allwissenden Lesers. Dadurch bleibt es bis zuletzt spannend, da man, wie Trine, nur spekulieren kann, was möglicherweise passiert sein könnte.
Ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen sind sehr berührend beschrieben. Man fiebert mit Trine mit, während sie versucht, die Eheschließung zu verhindern, damit sie mit dem heimlich Geliebten glücklich werden kann.
Das tragische Ende wird mit einem Hauch Fantasy gewürzt.
Die Autorin hat um die Sage über den Brautsee, den es wirklich gibt, eine komplexe Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren und einer sehr bildhaften Sprache entwickelt.
Der Ablauf ist logisch und nachvollziehbar.
Trotz der Kürze der Erzählung wirken die Abläufe nicht abgehackt oder überhastet.
Man erhält am Ende eine Ahnung, wie nach wahren Begebenheiten Mythen und Sagen im Volksmund entstehen können.
Die Geschichte ist gut für Jugendliche und Fans von Märchen und Sagen geeignet.
Klare Leseempfehlung von mir!
Tolle Märchenadaption
von Anonymus am 04.02.2017
Das Buch "Die Brautsee" wurde von Lucia S. Wiemer verfasst und erschien im Jahr 2016 im Papierverzierer Verlag.

Trine Zimmerer ist verliebt in Fridtjof Maier, doch sie will es ihrem Vater nicht sagen, da sie sich davor fürchtet, dass er gegen die Heirat mit einem Knecht sei. Doch ihr Vater, Conrad Zimmerer, hat anderes mit ihr vor, denn eines Abends kommen Volpert und Velten Hofmann vorbei und ihre Vermählung wird beschlossen. Davon überzeugt, sich ihre wahre Liebe nicht nehmen zu lassen versucht Trine alles ihr mögliche um diese Hochzeit zu verhindern, denn ihr Verlobter ist im Ort auch als Frauenprügler bekannt.

Der Autorin ist es gelungen die Sage spannend zu erzählen, denn den Kampf um die echte Liebe ist nicht zu verachten. Auch die Hinführung auf den wahren Kern der Sage ist sehr gut gelungen.
Die angeführten Hauptprotagonisten sind sehr detailliert dargestellt und man kann sich in gewisse Situationen gut einfühlen.
In Trine, welche mit einem Mann verlobt wird, den sie nicht mag und um ihre Liebe zu Fridtjof kämpft kann man sehr gut hineinversetzen, auch ihre Verzweiflung als sie merkt, dass nichts mehr helfen kann, außer ein Wunder.
Ihr Vater, welcher durch eine List seine Tochter, einem reichen aus der Stadt gibt, kann man im Nachhinein verstehen.
Das Buch ist in eher kurze Kapitel aufgeteilt und auch die Sprache ist sehr gut gewählt, damit man das Buch sehr flüssig lesen kann.

Für alle, die wie ich Sagen lieben, sollten dieses Buch unbedingt lesen und eine Reise zum Brautsee machen, vielleicht sehen sie ja die sagenumwobene Braut zu Pfingsten.
Ungewöhnlich mit Tiefgang
von Anonymus am 24.01.2017
Trine liebt Fridtjof , einen Heiden, der nur Knecht ist und seine Eltern schon früh verloren hat. Alles Eigenschaften,die in dem kleine Ort Moldenit in Schleswig gar nicht gut ankommen. Aber das macht Trine nichts aus. Leider hat der Vater, andere Pläne mit dem Mädchen und so beginnt Trine und Fridtjof ihren Kampf um das Recht auf Selbstbestimmung und die Erfüllung ihrer Liebesträume.

Meine Meinung :

Schön wie die Autorin Lucia S. Wiemer den Leser hier mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit, wo die Gesellschaft klar jeden versuchte in seine Schranken weist , der anders denkt, fühlt und handeln möchte als es Gott oder die unbeschriebenen Gesetze der Menschen vorsieht.
Gerne fiebert man da als Leserin mit und hofft trotz aller böser Vorahnungen auf eine gutes Ende der beiden Liebenden.
Das Cover zeigt schön wie viel Dramatik in dem Roman streckt.

Eine schöne Geschichte, die zu Herzen geht, beruhend auf eine Sage aber mit durchaus realen Hintergrund, denn den Brautsee gibt es .wirklich.