Kundenbewertungen zu ANNO SALVATIO 423 - Der gefallene Prophet

ANNO SALVATIO 423 - Der gefallene Prophet
4,04
Preis inkl. MwSt.
Anno Salvatio 423 – Der gefallene Prophet
 
Tom Daut

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Anzahl der Bewertungen: 8
Durchschnittliche Bewertung: 4,8
eine spannende, düstere Dystopie
von Anonymus am 06.09.2017
Dieser dystopische Roman entwirft eine düstere Welt in der Zukunft, in der eine alternative Version einer Katholisch geprägten Kirche die absolute Macht hat, angeführt von einem als unsterblich geltendem Papst und einer ausgeklügelten Hierarchie, in der viele Priester auch wie Polizisten bzw. militärisch eingesetzt werden. Andersgläubige und Sünder werden streng bestraft. Doch weder dem Papst noch seinen Gefolgsleuten ist daran gelegen, dass es den einfachen Gläubigen gut geht. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im Geheimen eine Gemeinschaft aus „Ketzern“ gebildet hat, die in einem Höhlensystem Zuflucht findet.

Die Hauptfigur Desmond ist eigentlich ein gläubiger Priester, doch ein Kontakt mit den Rebellen aus dem Untergrund bringt sein Weltbild nach und nach immer mehr zum Schwanken. Desmond ist mit besonderen Talenten gesegnet, die hier nicht auf Magie basieren, sondern dem „Heiligen Geist“ - welche Talente das genau sind, werde ich hier mal nicht verraten.

Desmond steht schon bald vor mehr als einem moralischen Dilemma, und versucht dabei stets, seinen Prinzipien treu zu bleiben.

Der Roman besticht durch eine Fülle an originellen Einzelheiten, unter anderem im technischen Bereich. Außerdem hat sich der Autor zahlreiche Redewendungen und Schimpfworte oder Flüche ausgedacht, welche direkt mit dem Glauben oder der Religion zu tun haben.

Und wie in jeder guten Dystopie wird in diesem Roman Gesellschafts- und Sozialkritik deutlich - nicht nur bezogen auf (über-)mächtige religiöse Institutionen und deren Tendenz zum Fundamentalismus, sondern auch auf Sexismus, Homophobie, Intoleranz, Verschwendung von Ressourcen und andere Problematiken.

Der Stil ist sehr anschaulich und lebendig, so dass die Actionszenen spannend sind, die Gefühle und Empfindungen der handelnden Personen stets deutlich werden und man sich auch die beschriebenen Räumlichkeiten sehr gut vorstellen kann. Treffende Metaphern und Symbole verstärken dies noch zusätzlich. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Desmond fast Mitleid mit einem Gegner bekommt, den er auf Leben und Tod bekämpft. Doch dann fällt sein Blick auf die Zerstörung, welche dieser angerichtet hat,und er sieht eine zerrissene Kinderpuppe – ein sehr gelungenes Symbol für die Grausamkeit seines Gegners.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Innovativ, geheimnisvoll und spannend
von Anonymus am 25.08.2017
Endlich mal wieder eine Geschichte ohne Liebesgedöhns. Es geht vorwiegend um den Straßenpriester Desmond, der weit mehr als ein einfacher Priester ist. Jahrelang durch seinen Onkel geschützt, ist er von Geheimnissen umgeben, die auch seine Familie betreffen. Desmond besitzt in seinem Inneren eine Macht, die ihn einerseits ängstigt, anderseits auch seine Neugier weckt, diese vollends zu entdecken und ihrer habhaft zu werden. Doch dazu benötigt er Hilfe, diese bekommt er von Fate.

Die liebevoll gestalteten Charaktere wirken klar und authentisch. Die facettenreiche Tiefgründigkeit zeichnet jeden Charakter auf ihre Einzigartigkeit aus. Sie haben ihre Ecken und Kanten, machen Fehler und lernen daraus, zweifeln und hinterfragen. Das hat mir sehr gefallen, da ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte und selber auch zum Nachdenken angeregt wurde. Die Idee der Verwendung des Heiligen Geistes als magisches Mittel fand ich grandios und vom Autor sehr gelungen umgesetzt.

Die Handlung ist gut durchstrukturiert und baut aufeinander auf. Im Grunde zieht sich ein roter Faden durch die Handlung, der sich mit kleineren Fäden nach und nach zusammenfügt. Allerdings schweben auch noch ein paar Fäden in der Luft, die sich hoffentlich in der Fortsetzung noch um den roten Faden schlingen. Der Autor weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und durch unvorhersehbare Wendungen unterbricht.

Der Schreibstil des Autors ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gestaltet. Ein regelrechtes Kopfkino entstand bei mir beim Lesen. Trotz der bildhaften Beschreibungen ließ mir der Autor dennoch genug Spielraum für meine eigene Fantasie. Sprachlich schreibt der Autor auf sehr hohem Niveau und verbindet erstaunlich viele Themen miteinander und schafft gerade deswegen eine atemberaubende Geschichte mit einer komplexen Struktur. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich natürlich aus der Sicht von Desmond. Die kurzen Einblicke durch andere Charaktere fand ich persönlich sehr spannend und hilfreich.

Ich bin sehr gut in die Geschichte gelandet, obwohl gerade am Anfang sehr viele kirchliche Fremdwörter die Kapitel dominieren. Leider hatte ich im Mittelteil ein paar Probleme gedanklich der Geschichte zu folgen. Manche Szenen kamen mir da ein wenig langatmig vor, und ich hatte das Gefühl in der Luft zu hängen und nicht weiter zu kommen bzw. mich im Kreis zu drehen. Womöglich war das vom Autor gewollt, um Desmond besser kennen zu lernen und die Welt besser zu verstehen. Doch zum Ende hin wurde die Geschichte wieder sehr rasant und strotzte nur so vor Aktion, so dass ich kaum zum Durchatmen kam. Grandios!

Das fulminante Ende war die Spitze des Eisberges dieser innovativen Geschichte und auch wenn ich das Buch guten Gewissens mit einem Lächeln zuschlagen konnte, bleibt doch das Gefühl, ich muss wissen wie es weiter geht. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung. Denn Desmonds Geschichte ist hier noch lange nicht zu Ende erzählt, außerdem gibt es noch so einige Geheimnisse, die gelüftet werden wollen und ich bin doch so neugierig.

Fazit:
„Der gefallene Prophet“ ist ein gelungener Auftakt der „Anno Salvatio 423“-Trilogie und konnte einen gewissen Suchtfaktor in mir auslösen. Die Geschichte um den Straßenpriester Desmond hat mich trotz des etwas schwächelnden Mittelteils von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen und kaum mehr losgelassen. Sie ist sowohl innovativ, geheimnisvoll als auch spannend, und bewegt sich inmitten der katholischen Kirche nebst Sündern bzw. Ketzern, aber eben einfach auch Menschen, die ihre Freiheit ausleben wollen ohne die ständige Kontrolle durch die kirchliche Obrigkeit. Gut gegen Böse! Richtig oder falsch! Ein Spagat, der die Weltordnung ins Wanken bringt. Mir wundervolle Lesestunden bescherte und definitiv Lust auf mehr macht, wenn man sich darauf einlässt.
Die Kirche der Zukunft?
von Anonymus am 26.07.2017
Desmond ist Straßenpriester und eigentlich mit seinem Dasein zufrieden. Doch er hat auch Gabe, er ist mit dem Heiligen Geist gesegnet. Diese Kraft hat er jedoch schon immer gelernt zu unterdrücken. Aber wie die Karten so spielen, erhält er eine Nachricht, die ihn in die Trümmerhäuser der Stadt führt. Kaum vorstellbar, was sich im Untergrund an Leben abspielt. Und auch Desmond ist fasziniert. Er trifft dort auch Veneno Fate, einen der meist gesuchten Männer des Landes. Und er weiß um Desmonds Gabe und will zu seinem Mentor werden. Aber kann Desmond diesen Zwiespalt wagen? Kann er weiterhin als Priester tätig werden und im Untergrund gegen die Kirche arbeiten? Er hat dabei nicht nur an sich zu denken. Sein Onkel ist auch eine wichtige Person. Wie wird er über die Pläne denken? Und was hat es eigentlich mit diesem Iskariot auf sich? Desmond wird schon bald feststellen, dass sein Weltbild vielleicht nicht an allen Punkten perfekt ist und dass man für seinen Weg auch über Grenzen gehen muss.

Nun zu meiner persönlichen Meinung zu diesem Buch. Ich habe den Schritt in das Gelobte Land zu keinem Zeitpunkt bereit. Das Buch ist so lebendig und bildlich geschrieben, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommen kann. Der Autor hat mit Desmond einen Hauptprotagonisten geschaffen, den man einfach gern haben muss. Auch wenn es immer mal wieder Stellen gibt, wo man denkt, nein, das kann jetzt nicht sein Ernst sein. Auch wenn er sich den Herausforderungen, die für ihn anstehen, offen gibt, bleibt er ein Mann Gottes. Und das macht ihn einfach noch sympathischer. Auch wir können nicht von heute auf morgen komplett aus unserer Haut. Aber er gibt sich sehr viel Mühe. Tja, und der Leser wird auch noch was über Katzen und Engel erfahren. Aber mehr möchte ich nicht verraten. Also wagt die Reise in das Gelobte Land, ihr werdet es nicht bereuen. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben.
Packender Auftakt
von Anonymus am 01.07.2017
Anno Salvatio 423 - im Gelobten Land führt der Straßenpriester Desmond Sorofraugh Sünder auf den Pfad der Tugend und in den Schoß der Kirche zurück. Bei einer Festnahme erhält er einen mysteriöse Botschaft, die ihn direkt in den Untergrund seiner Heimatstadt. Dort haben sich Ketzer und all diejenigen, für die es im System des Papstes keinen Platz mehr gibt, einen sicheren Unterschlupf geschaffen, von dem aus sie ihren Widerstand gegen die Kirche planen.
Ehe sich Desmond versieht, findet er sich in einem fragilen Machtgleichgewicht wieder, in dem jeder versucht, den Priester mit der außergewöhnlichen Begabung im Heiligen Geist auf seine Seite zu ziehen, Bald schon sitzt Desmond zwischen den Stühlen, hin und her gerissen zwischen den Ketzern, seinem Mentor – dem gefallenen Propheten Veneno Fate – und seiner Loyalität zur Kirche, bis seine eigenen Überzeugungen ins Wanken geraten.

Der gefallene Prophet ist der erste Band aus der Anno Salvatio-Reihe, die auf insgesamt fünf Bände angelegt ist, aber bereits der zweite Roman aus der Feder Tom Dauts nach den Sinistra, einem Prequel zur Anno-Reihe (obwohl beide Romane unabhängig von einander für sich stehen).

Anno Salvatio kreiert eine düstere Zukunftsvision: Die Welt des Romans ist klerikal geprägt, eine Theokratie mit ihren faszinierenden und zugleich abstoßenden Facetten. Feiste Gottesmänner buhlen um Macht und die Gunst des Papstes Innozenz, eines machthungrigen, durchtriebenen Zeitgenossen, der die Fäden in der Hand hält.

Tom Daut führt die Leser behutsam in den Kosmos der Reihe ein. Viele Begriffe sind religiös geprägt, so z.B. die Fähigkeit des Heiligen Geistes, über die Desmond verfügt und die in ihrer Ausprägung an Magie erinnert – und die ebenso ihren Preis fordert, wie der Priester lernen muss. Schon auf den ersten Seiten kann das Setting überzeugen. Durch die religiös gefärbte Sprache entsteht eine Atmosphäre, die zu fesseln vermag und die Welt des Romans beängstigend authentisch erscheinen lässt. Die Sprache ist bildhaft, flüssig und fesselnd. Die Seiten fliegen nur so dahin, während sich filmreife Actionszenen und Verfolgungsjagden mit konspirativen Treffen, aber auch leisen, nachdenklichen Momenten ein Stelldichein geben.

Die Charaktere sind – bis hin zu den Nebenfiguren – lebensecht und rund. Sie alle zeichnet etwas Besonderes aus, das sie von den anderen abhebt und plastisch werden lässt. Eine weitere Gemeinsamkeit eint sie: Was sie wirklich im Schilde führen, darüber lässt sich nur spekulieren. Desmond ist ein Protagonist, dem man sich rasch verbunden fühlt. Talentiert, eine Spur arrogant und zutiefst von seinem Glauben überzeugt – bis die Begegnung mit den Ketzern sein Weltbild in Frage stellt. Im Verlauf der Erzählung gelingt es ihm nicht nur, seine Fähigkeiten weiter zu entfalten, sondern er entwickelt sich weiter: Statt die Gebote der Kirche als gegeben hinzunehmen, beginnt er nach und nach, das System in Zweifel zu ziehen. Er gibt seine religiöse Starrköpfigkeit ein Stück weit auf, wird etwas toleranter und öffnet sich für die verschiedenen Lebensgeschichten, die ihm bei den Ketzern begegnen und seiner eigenen Lebenswirklichkeit so fremd sind (z.B. die gleichgeschlechtliche Liebe). Dadurch gewinnt der Roman auch eine gesellschaftskritische Dimension.

Der Roman ist temporeich, spannend und düster. Obwohl Der gefallene Prophet der Auftakt einer Reihe ist, ist die Handlung des Romans abgerundet – doch es bleiben genug Fragen offen, die auf eine nicht minder bombastische Fortsetzung (die bereits erschienen ist) hoffen lassen.
Sehr gut
von Anonymus am 21.06.2017
Meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich mal ganz anderer Lesestoff! Dystopien habe ich schon einige gelesen und finde ich immer wieder interessant. Der Auto hat es jedoch geschafft ein spannendes, interessantes Setting für seine Dystopie zu schaffen. Schon futuristisch angehaucht, was die Technik betrifft, die sich die Bewohner des Gelobten Landes bedienen und dazu dieser sehr starke Gegensatz, dass das Land von Klerikern beherrscht wird und die Kirche der Staat ist.
Am Anfang brauchte ich 2-3 Kapitel um ins Buch einzutauchen, da zumindest am Anfang mit vielen futuristischen und Begriffen aus der Kirche um sich geworfen wurde, aber dann ließ es nach bzw. habe ich rein gefunden.


Dem Autor ist es gelungen tolle Charaktere zu schaffen und ich habe immer wieder gerätselt, welche Motive diese für ihr Vorgehen haben und es war nie von vorn herein durchschaubar. Es gab sympatische, unsympathische Charaktere dabei und völlig verschiedene sowieso.


Der Schreibstil des Buches ist dem Autor gut gelungen und ließ sich von mir gut und flüssig lesen. Action-Szenen sind gut beschrieben worden, so dass ich es mir bildhaft wie im Film vorstellen konnte.


Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Reihe. Am Ende des Buches sind einige Fragen beantwortet worden, andere wiederum nicht, so dass ich mir die weiteren Teile nach und nach vornehmen werde, weil ich gerne mehr Antworten haben möchte. ;-)


Fazit: Lesenswert, wenn man Dystopien und ein wenig Fantasy mag und nichts gegen die "Kirche" in der Geschichte hat!!!
Düstere Daut-Dystopie
von Anonymus am 19.06.2017
Wie kam ich zu diesem Buch?
Durch eine Leserunde wurde ich auf das Buch bzw. den Autor aufmerksam. Es ist das erste Buch von Tom Daut, das ich lese. Ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten, was aber keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung hat.

Wie finde ich Cover und Titel?
Das Cover ist der Handlung entsprechend schön düster und grau, da hat Timo Kümmel mal wieder gute Arbeit geleistet. Die Beschriftung ist gut gewählt.

Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass sehr viel passiert in der Welt von Desmond, der seinen Unterhalt als Straßenpriester im sogenannten Gelobten Land verdient. Gelobtes Land? Von wegen. Der amtierende Papst herrscht eisern und bügelt jeglichen Widerstand nieder. Denkt er zumindest. Desmond findet sich plötzlich im Untergrund in einer Ketzergemeinde und fängt an, das System, in dem er lebt, zu hinterfragen. Die Story ist logisch, spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen und lässt genug Fragen offen, um auf den nächsten Teil zu hecheln.
Ich würde das Buch als düstere Dystopie einordnen.

Wie ist es geschrieben?
Der Schreibstil ist flüssig und (wenn man mal drin ist) zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit, vorrangig aber aus der von Desmond. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story drin zu sein. Irgendwann ist man in der Story gefangen, in diesem düsteren, deprimierenden Setting, in dem alles grau und bewölkt ist und wohl niemals die Sonne scheint. Allerdings gibt es auch mal was zu Schmunzeln.

Wer spielt mit?
Die Charaktere sind gut gezeichnet, ich konnte mir die Gegebenheiten sehr gut vorstellen und habe die Charaktere kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten.

Wie steht es mit der Fehlerquote?
Das Buch war meines Erachtens gut lektoriert/korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen.

Wie kam es bei mir an? / Was hat das Buch ausgelöst?
Ich fühlte mich hier wirklich gut unterhalten und konnte in die Story eintauchen.

Mein Fazit?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese
Lesenswert
von Anonymus am 04.06.2017
Der Autor schafft es mit den ersten Zeilen mich in seinen Bann zu ziehen. Er nimmt mich mit in diese "neue" Welt in der vermeintlich altertümlicher Glaube auf eine sehr futuristische Welt knallt. Und wenn man sich die Glaubensmeinungen sei es der Ketzer oder der Kirche anschaut, ist heutzutage leider nicht so viel anders. Ohne erhobenen Zeigefinger und doch immer wieder auf Ungereimtheiten hinweisend, die bei uns ja auch genug vor kommen.
Die Charaktere dürfen sich wunderbar entwickeln und entfalten. Der Schreibstil liest sich flüssig und ich habe das Buch wirklich kaum aus der Hand legen können.

Fazit: Unbedingt lesen!
Eine völlig neue Idee, gepaart mit großem Schreibtalent, ergibt eine grandiose neue Geschichte!
von Anonymus am 11.04.2017
„Erst begannen seine Augen zu glimmen, dann zu leuchten und schließlich tauchten sie seine gesamte Höhle in feuergelbes Licht.“ – Zitat aus dem Buch

Es handelt sich hier um Band 1 der Reihe Salvatio 423 von Tom Dout.

Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit Desmond, der gerade einen seiner Aufträge erfolgreich zu Ende führt und dabei einen eigenartigen Zettel von einem Sünder erhält. Zunächst weiß er nichts damit anzufangen. Seine Ermittlungen kommen nicht voran, da ihn seine Aufgaben als Priester auf Trab halten. Erst nach einem folgenschweren Ereignis, kann er sich wieder darauf konzentrieren. Er entdeckt eine geheimnisvolle Untergrundorganisation. Bei ihnen lernt Desmond vollkommen neue Dinge über seine Leben und das der Menschen kennen. Seine Zweifel zur heiligen katholischen Kirche werden ebenso stärker, wie seine Kräfte des heiligen Geistes. Unverhofft bekommt er dort Hilfe. Allerdings kommt schnell die Frage auf wer Freund und wer Feind ist. Unversehens findet sich Desmond zwischen einen Krieg gegen verschiedene Fronten wieder.

Der Autor hat einen sehr bildhaften und anspruchsvollen Schreibstil. Sprachlich schreibt der Autor auf einem sehr starken und hohen Niveau. Anfangs hatte ich kleine Probleme mich in der Welt von Desmond zu Recht zu finden. Die Denkweise von Desmond und dieser Welt unterscheidet sich doch grundlegend von meiner Eigenen. Der Glaube an Gott ist in Desmond unglaublich stark zu spüren. Es ist erstaunlich wie es dem Autor gelungen diesen Glauben in Worte zu fassen und ihn auch noch authentisch wirken zu lassen. Fasziniert war ich von der Art und Weise, wie der Autor so viele „heikle“ Themen in einem Buch vereinen konnte und daraus eine so atemberaubende Geschichte geschaffen hat. Hinter der Geschichte steckt eine sehr komplexe Struktur, das merkt man allerdings er während dem Lesen.

Außergewöhnlich fand ich die Verwendung des Heiligen Geistes. Die Idee dazu finde ich grandios, die Umsetzung ist dem Autor wahnsinnig gut gelungen. Jede einzelne Figur in diesem Buch bekommt ihren nötigen Raum ums sich entfalten zu können. Mit jedem Kapitel merkt man, dass jede von ihnen seine eigene sehr komplexe Persönlichkeit hat. Besonders die emotionale Reise auf die man mit Desmond geht ist aufregend. Sein Glaube wird bis in seine Grundfesten erschüttert, dennoch ist bei ihm der Wille zu handeln und etwas zu verändern ungebrochen.

Wir lesen die Geschichte aus verschiedenen Sichten und erfahren so einiges mehr. Hauptsächlich lesen wir natürlich aus Desmonds Sicht. Dennoch fand ich die Einblicke durch Andere besonders hilfreich.

Leider hatte ich im Mittelteil große Probleme damit, gedanklich bei der Geschichte zu bleiben. Mir kam es so vor, als gäbe es viele unnötige oder in die Länge gezogene Passagen. Dadurch dauerten mir manchen Szenen zu lange und es wurde stellenweise ein klein wenig langatmig. Vielleicht wurde einige Dinge auch einfach zu detailliert beschrieben. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Leider nahm dadurch auch die Spannung ab. Erst im letzten Drittel nahm diese wieder zu.

Das große „Finale“ war hingegen unglaublich spannend und mitreißend. Hier tauchte ich komplett in das Buch ein und war für die Menschen in meiner Umgebung nicht mehr ansprechbar. Ich habe komplett mitgefiebert und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Mein Fazit:
Ich bin mir sicher, dass ich noch nirgends etwas Vergleichbares gelesen habe. Hier wurden wirklich komplett neue Ideen mit grandiosen alltäglichen Dingen vereint. Für mich ist und bleibt es einzigartig. Die Sprachgewandtheit des Autors, gepaart mit den tiefen Persönlichkeiten der Figuren, plus dieser wundervollen Idee ergeben ein famoses Ganzes.