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Vita
1,99
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Vita
 
Felix A. Münter

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Anzahl der Bewertungen: 16
Durchschnittliche Bewertung: 4,8
Leider hat mir etwas gefehlt
von Ricarda Tilsch am 01.06.2018
Meine Meinung:
Das Cover und der Klappentext haben mich sehr neugierig gemacht und deshalb war ich sehr gespannt auf die Geschichte. Leider wurde ich ein bisschen enttäuscht. Die Grundidee der Geschichte war echt der Knaller, sehr futuristisch gedacht obwohl es im 19. Jahrhundert spielt. Ein Steampunk-Thriller der extra klasse. Auch die Spannung war zum Greifen und man wollte wissen, was hinter dem Ganzen steckt. Allerdings waren mir die Charaktere zu oberflächlich und hatten nicht genug Tiefe. Auch hat es mir ein bisschen sehr an Gefühl gefehlt, so dass ich schnell die Motivation verloren hatte weiter zu lesen. Es hat mich trotz der Spannung nicht ganz gepackt.
Fazit:
Ein Steampunk-Thriller mit sehr coolen Elementen, der mich leider nicht ganz mitreißen konnte.
Ein interessanter Steampunk-Actionroman
von Charleens Traumbibliothek am 28.10.2017
Meine Meinung:
Das Cover spricht mich persönlich nicht wirklich an, aber es passt ganz gut zum Inhalt. Die Marke - der Stern, der einen als Friedenshüter von Blackwater auszeichnet - kommt ebenfalls im Buch vor. Das Cover wirkt auf mich stimmig und rund.

Der Schreibstil von Felix A. Münter ist sehr angenehm zu lesen. Er ist flüssig und gut verständlich, so dass ich schnell in einem guten Lesefluss war. Die Seiten sind dadurch schnell verflogen.

Das Buch ist aus der Perspektive des allwissenden Erzählers geschrieben. So erhält man alle wichtigen Informationen und verpasst nichts.
Als Protagonisten haben wir den Blackwater Friedenshüter Alexander McRoy, der fest an das Gesetz und seine Richtigkeit glaubt. Seine Aufgabe ist es, in Blackwater für Frieden zu sorgen. So beginnt alles damit, dass er sich um einen Streik in einer angesagten Fabrik kümmern soll. Ich habe Alexander McRoy als sehr pflichtbewussten und verlässlichen Charakter kennen gelernt und auch, wenn ich zu Beginn nicht recht wusste, wo ich ihn einordnen soll, war er mir stehts sympathisch.

Das Buch beginnt direkt mit dem Untergang des Frachters namens Glory. Darüber wird man ja schon im Klappentext informiert, weshalb es keine große Überraschung ist. Danach geht die Handlung erst einmal ruhig weiter und lange Zeit plätscherte es so vor sich hin. Bis zur Hälfte habe ich mich gefragt, wohin das ganze führen soll. Es gab bis dahin keine besonders großen Überraschungen oder Wendungen. Ich habe mich stehts gefragt, was das alles mit dem Untergang des Frachters und der neuen Substanz namens Vita auf sich hat. Lange blieb man im Ungewissen, doch etwa ab der Hälfte des Buches ging es dann endlich los und die Handlung nahm an Fahrt auf. Es wurde spannend, gab brenzliche Szenen und Wendungen, mit denen ich so nie gerechnet hätte.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen. Das Ende ist offen gehalten, so dass noch Raum für eine Fortsetzung besteht. Diese kann - muss aber nicht unbedingt kommen.

Fazit:
"Vita" von Felix A. Münter ist ein interessanter Steampunk-Actionroman, der in der ersten Hälfte ein paar Schwächen aufweist. Ab der Hälfte nimmt die Handlung endlich an Fahrt auf und es gibt viele überraschende Wendungen und spannende Szenen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

4/5 Punkte
(Sehr gut!)

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag selbst zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Vita ist Fortschritt?
von Anonymus am 22.08.2017
Alexander McRoy ist Friedenswächter mit Leib und Seele. Auch wenn er privat vielleicht an der ein oder anderen Stelle bei seinen Einsätzen eine andere Meinung vertritt, steht er zu 100% hinter seiner Aufgabe. Und den Menschen in Blackwater geht es eigentlich gut. Vita heißt das neue Wundermittel, welches der Antriebsstoff ist. Aber was passiert, wenn ein Schiff mit einer Jahresladung an Vita untergeht und diese Ladung Blackwater nicht erreichen kann? Die Auswirkungen werden den Bewohnern schnell bewusst. Ohne Vita kann in der Stadt nicht viel laufen. Was also tun? Die Aufstände werden immer heftiger und auch Alexander wird bald an seine Grenzen kommen. Es gibt da noch die Stimmen, eine Untergrundbewegung, um die sich Alexander kümmern soll. Aber Alexander wird bald feststellen, dass der Fortschritt der einen auf dem Rücken anderer ausgetragen wird. Wie wird er sich entscheiden? Können ihm alte Bekannte bei der Entscheidung helfen?

Nun zu meiner persönlichen Meinung. Der Autor hat es mal wieder geschafft mit dem Hauptprotagonisten Alexander einen starken Charakter zu schaffen. Ein sehr markanter Typ, der für seine Werte im Leben steht und weiß was er tut. Aber auch ein Mensch, der die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließt und auch bereit ist seine Meinung zu ändern. Die Story in diesem Buch ist erschreckend, vor allem, weil sie meiner Meinung nach gar nicht so fern von unserer Gesellschaft ist. Der Autor hat es also auch mal wieder geschafft, dass man nach dem Lesen des Buches noch ein paar Tage mit der Story beschäftigt ist und sich so seine Gedanken macht. Ich kann hier gerne 5 Sterne geben und hoffe, dass wir wie Alexander in der Lage sind, unsere Meinung auch mal zu überdenken und den richtigen Weg einzuschlagen.
Neues Lebenselixier?
von Anonymus am 15.04.2017
Das Buch "Vita" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2016 im Papierverzierer Verlag.

Alles beginnt mit dem Untergang des Schiffes Glory, denn der hatte einen ganzen Jahresvorrat von Vita an Board. Mit dem Mangel an dem Treibstoff und Lebenelixier, und den beginnenden Kampf der industriellen Revolution beginnt die Mühe um Ruhe und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu sorgen. Ein Fixpunkt ist hier Friedenshüter Alexander McRoy.

Dem Autor gelingt es ein tolles Steampunkabenteuer zu zaubern. Mit dem sehr grummeligen, aber sympathischen Hauptprotagonisten Alexander McRoy erleben wir ein Erwachen neuer Macht und einen Kampf um Sicherheit und Ruhe in Blackwater. Obwohl Steampunk, kann man sich doch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen und man kann mit allen Beteiligten eine Geschichte erleben, welche einfach spannend und interessant zugleich ist. Auch mit geschichtlichen Zusammenhängen in Bezug auf die industrielle Revolution wurde nicht gespart. Auch politische Machtgefüge werden immer wieder aufgegriffen und versucht zu erklären, wie es zu einem solchen Verhalten der Macht kommen konnte.
Alexander McRoy ist Friedenshüter und geht in seiner Aufgabe der Umsetzung seiner Befehle, voll und ganz auf. Man fühlt die Dienstbefließenheit und den Willen, die Arbeiter zum Protestaufgabe zu zwingen und einen geregelten Ablauf in Sinne der Stadt herzustellen. Er steht zu seinem Wort, egal auf welcher Seite derjenige steht, mit dem er den Deal abschließt, denn ab und zu muss man abwägen, wie weit man mit oder ohne diese Information kommt. Dass ihn das fast in den Abgrund befördert, wird erst später sehr markant wahr.
Die Sprach- und Wortwahl sind sehr klar und die Geschichte somit sehr flüssig und locker zu lesen. Man kann sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, was nicht zuletzt an dem Protagonisten Alexander McRoy liegt. Auch die inneren Zweifel, die er mit sich ausficht, machen ihn zu einem sehr sympathischen und guten Protagonisten. Die Kapitellängen sind zwar lang, aber eben durch die sehr spannungsgeladene Geschichte, eine Leichtigkeit durch diese hindurch zu fliegen.

Jeder, der noch nie Steampunk gelesen hat, aber sich gerne einmal an einem Stück dieses Genres ausprobieren möchte, ist mit diesem Werk von Felix A. Münter sehr gut beraten. Denn es behandelt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern beleuchtet auch die Situationen der industriellen Revolution und deren Politik.
Begeben Sie sich auch nach Blackwater und entdecken sie mit Alexander McRoy das Leben und Wirken von Vita.
Spannend mit einem erschütternden Geheimnis
von Anonymus am 24.03.2017
"Vita" gehört wohl recht eindeutig ins Steampunk-Genre, was anfangs allerdings nicht unbedingt offensichtlich ist. Die Handlung beginnt etwas zäh und ich hatte auf den ersten Seiten etwas Probleme mit dem Schreibstil, der mir zu detailliert, abgehakt und emotionslos vorkam. Das gab sich mit der Zeit allerdings, vor allem die Dialoge lasen sich flüssig und wirkten gut durchdacht. Auch die Beschreibungen von Blackwater rufen schließlich ein sehr lebhaftes Bild der Stadt hervor, die durch rege Industrialisierung kennzeichnet ist.

Der Protagonist, Friedenshüter Alexander McRoy, war mir zuerst nicht allzu sympathisch. Als ehemaliger Soldat hält er sich sehr strikt an Befehle und setzt das Recht mit allen Mitteln durch. Erst im Laufe der Handlung wandelt sich seine Einstellung und er denkt und handelt auch mal selbstständig und nach moralisch vertretbaren Maßstäben.

Im ersten Drittel bleibt auch noch unklar, wohin sich die Geschichte entwickelt. Dass Vita, der neue Energielieferant, der Blackwater zu einer Industriemetropole entwickelt, eine bedeutende Rolle spielt, merkt man allerdings schnell. Doch wie eng Vita mit den Streiks, der Sabotage und den Anarchisten zusammenhängt, offenbart sich nur nach und nach. Für meinen Geschmack hat der erste Höhepunkt und damit die drastische Wendung der Handlung etwas zu lange auf sich warten lassen, war aber eine echte Überraschung. Leider ging es danach etwas vorhersehbar weiter und man wusste schnell, worin das Ende ungefähr bestehen würde. Das hat den Lesespaß allerdings nur geringfügig geschmälert, war das Vita-Geheimnis und die viele Action doch sehr überzeugend und gekonnt mit leichter Gesellschaftskritik und dem Ringen nach Macht und Reichtum gemischt.

Das Ende ist offen, endet mit einem Cliffhanger und lässt Raum für eine mögliche Fortsetzung.

Fazit: Insgesamt konnte mich "Vita" überzeugen. Spannung, Action und ein erschütterndes Geheimnis runden die Geschichte ab. Die Vorhersehbarkeit und der zähe Beginn sind da zu verzeihen.
Vita - spannend und man fragt sich wozu ist der Mensch fähig?
von Anonymus am 13.03.2017
Das Äußere:
Ein Cover mit der Bezeichnung Vita und einem Sheriff-Stern mit dem Wort Blackwater erinnert an einen Western…wer das allerdings vermutet, denkt mal komplett falsch!

Der Inhalt:
Ich lese gern Thriller und Krimis und daher zog mich der folgende Klappentext an.

»Mit Vita in ein besseres Morgen!« Fortschritt ist unaufhaltsam. Und Vita ist der Katalysator des Fortschritts. Durch die mysteriöse Substanz ist es dem Stadtstaat Blackwater gelungen, seine Vormachtstellung in der Welt auszubauen und zu behaupten. Doch der Untergang der Glory, einem Frachter mit der Jahresproduktion Vita an Bord, bedroht die Zukunft der aufstrebenden Stadt. Friedenshüter Alexander McRoy wird bei seinen Ermittlungen in Ereignisse verstrickt, die erschütternder nicht sein könnten … »Vita ist Fortschritt!«

Man steigt in eine Welt ein, in der Gewalt, Rohheit und Ausbeutung in der Bevölkerung vorherrscht.
Die Reichen leben in ihrer Welt und nutzen Mittel und Wege ihre Ziele zu verwirklichen.
Das Umfeld ist real und vorstellbar gestaltet.
In dieser Welt lebt ein Friedenshüter welcher aufgrund seiner Erfahrungen und persönlichen Art auf den ersten Blick nicht zum strahlendem Helden mutiert.
Zu ihm gesellt sich ein Partner mit eigenen Ecken und Kanten.
Beide ergänzen sich gut.
Kurzum die Personen polarisieren.
Der Stadtstaat Blackwater wird mit einer Energie (Vita) versorgt, welche ihres gleichen sucht.
Durch ein Unglück verliert Blackwater einen Jahresvorrat der Energie.
Das führt zu Stillstand in Fabriken und Armut in der Bevölkerung.
Eine Eskalation ist damit vorhersehbar.
Die arme Bevölkerung bangt ums Überleben und die Oberen feiern.
Das das nicht so bleiben kann ist klar.
Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht und durch den stetig ansteigenden Spannungsborgen konnte man gar nicht aufhören zu lesen.
Mir gefiel gut, daß das Buch einen ungeahnten Realitätsbezug zur Vergangenheit und Gegenwart besitzt und einen über die Spezies Mensch nachdenken lässt.
Eine Auflösung im Buch gibt es, allerdings nicht wie erwartet.
Ein kleines Manko hat das Ende….also Herr Autor….da geht noch etwas ;o)

Das Fazit:
Ein flüssiger Schreibstil, ein interessantes nicht berechenbares und actionreiches Buch.
Die Thriller und Krimielemente gefielen mir sehr gut.
Ebenso das Befassen mit der Steampunk Thematik mit der ich bisher keinerlei Berührungspunkte hatte.
(M)eine klare Leseempfehlung!
Eine interessante Entwicklung ;-)
von Anonymus am 06.03.2017
Es war mein erstes Steampunkbuch,.. Für mich war es ein interessanter Ausflug in ein neues Genre ;-) etwas überzogen und schräg, aber mit nachdenklichem Inhalt, wie weit die Menschheit gehen würde und für welchen hohen Preis ,.. Erschreckend zum Teil,.. Der Schreibstil des Buches war sehr gut... Jede Szene war gut beschrieben,sodass man meinte in der Geschichte zu stehen und es miterleben konnte,.. Auch die Stadt, die Anwohner, Ereignisse, usw,.. Waren richtig gut geschrieben,... In der Geschichte geht es um ein geheimnisvolles Produkt namens Vita,.. Was ist Vita ? .. Das wird im Buch immer mehr erläutert und man kommt langsam dahinter,.. Selbst der Friedenshüter McRoy muss Vita ins Auge sehen,... Mich erinnerte McRoy an den 6 Millionen Dollar Man, ohne das ich Zuviel verraten will,.. Die Geschichte hält einige Überraschungen bereit und die Spannung bleibt bis zum Schluss,... Tolles Buch mit durchdachter Geschichte ;-)
Steampunk, Spannung, sozialkritische Aspekte - eine gelungene Mischung
von Anonymus am 01.03.2017
Steampunk – eine Rückführung ins Viktorianische Zeitalter, mit Verknüpfung von (damals) futuristisch erscheinender Technik. Das Leben der Menschen, ihre Kultur und Mode, die Arbeitsbedingungen, Medizin und Forschung – all das erscheint einem wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Aber der Fortschritt hat Einzug gehalten. Dampfende Maschinen, Fabriken und Fahrzeuge. Zahnräder und Kolben, Pendel und Bolzen – alles klackert und klickert, rasselt und klappert, stampft und dampft – in diesem Buch in dem Stadtstaat Blackwater, in einer deutlich verbesserten Qualität – und das nur dank VITA, dem Treibstoff der Zukunft.
Wäre da nicht diese Aussage einer geheimnisvollen Gruppierung, der Stimme Blackwaters.

„Vita ist Mord“ (S. 50)

Was anfänglich wie ein scheinbar „harmloser“ Streich aussieht, entpuppt sich schnell zu einer gewollten Sabotage.
Fabriken, deren Maschinerie lahmgelegt wird, rufen den zuständigen Gesetzeshüter auf den Plan.

Friedenshüter Alexander McRoy ist der Charakter in dieser Geschichte. Seine Darstellung ist dem Autor Felix A. Münter sehr gut gelungen. Anfänglich hadert man noch mit diesem Mann. Ein kriegsversehrter, in die Jahre gekommener und dadurch mit sich und seinem Leben recht unzufriedener Mensch. Einsam aber durchaus kontaktfreudig. Schnell merkt man, dass er als Gesetzeshüter zwar alles für Recht und Ordnung tut und auch mal mit harter Hand durchgreift, aber immer mit einem vorausschauenden Blick um Schlimmeres zu verhindern.

Generell haben mir die bildlichen Beschreibungen sehr gut gefallen und mich durch diese Stadt Blackwater geführt.
Es waren diese vielfältigen Details, die diesen Ort und die Lebensumstände der Menschen zeichneten. Zum einen den Wohlstand der Mächtigen, derjenigen die Vita im Umlauf bringen und dann im krassen Gegensatz dazu, die zum Teil bittere Armut und Abhängigkeit des arbeitenden Volkes.

„Ihr habt keinen Blick dafür, dass dies die Zukunft ist!“
„Es ist nicht die Zukunft. Es ist unser Untergang, Rory. Es hat längst begonnen.“ (S.160)

Es wird spannend, wenn man Rory beim Ermitteln begleitet, aber auch öfters humorvoll. Die Dialoge, besonders mit seinem Kollegen Lenny sind herrlich und lockern ungemein auf.
Doch wie sollte es anders sein, die Geschichte nimmt eine Wandlung auf, mit der man so nicht rechnet. Besonders Alexander (Rory) McRoy bekommt das am eigenen Leib zu spüren.

Aus einem Kriminalfall wird eine Verschwörungstheorie, der man erst skeptisch folgt und weswegen man diesen Menschen um die Stimme Blackwaters nicht gerade wohlgesonnen ist. Anfänglich, aber wie McRoy ist man selbst auch hier irgendwann soweit, die grausame Wahrheit zu begreifen.

Da wären wir wieder bei Vita – ich habe sehr lange gerätselt was das für ein Wundermittel ist. Wo kommt es her? Wer stellt es her und wie?
Als es rauskam – puuuuh – das es so heftig ist, nein, dass hätte ich nicht gedacht. Es sorgte für Erschütterung und Schock nicht nur bei mir, sondern auch bei McRoy. Vermutlich wollte der Autor auch genau dass mit den LeserInnen erreichen – denn es gibt so manche Parallelen zu der realen Welt.

„Menschen wie sie sind das Problem. Ihre Gier hat dafür gesorgt, dass wir überall in der Stadt diese ekelerregenden Fabriken haben.“ (S. 234)

Bücher und deren Geschichten, die einen gut unterhalten, in eine andere Welt entführen und den ein oder anderen sozialkritischen Aspekt enthalten, mag ich sehr gerne. Es regt zum Nachdenken an, über die Gier in der Welt, der Macht der Mächtigen und was im Namen der Forschung und des Fortschritt alles in Kauf genommen wird. Wobei ich mich ganz oft gefragt habe, wer um alles in der Welt ist zu so etwas fähig? Aber die Weltgeschichte hat uns gelehrt dass es nicht nur Befehlsgeber sondern auch genügend Ausführer gab und gibt – erschreckend.

Ich mochte die Darstellungen der Personen, besonders die sehr gut beschriebenen Emotionen und ich war froh, dass bei der doch detaillierten Darstellung gewisser Orte und Szenarien auf übermäßige Grausamkeiten verzichtet wurde. Wie heißt es immer so schön – weniger ist mehr. Das ist Felix A. Münter absolut gelungen.

Wer gerne mit rätselt, in eine fiktive Epoche abtauchen möchte, Steampunk-Elemente mag, keine Probleme mit Kampfhandlungen hat und die möglichen Abgründe der Menschen begreift, ist mit „Vita“ bestens beraten.

Rezension verfasst von © ‚Kasin‘
Unglaublich spannend und erschreckend real
von Anonymus am 01.03.2017
Das Buch:

»Mit Vita in ein besseres Morgen!«

Fortschritt ist unaufhaltsam. Und Vita ist der Katalysator des Fortschritts. Durch die mysteriöse Substanz ist es dem Stadtstaat Blackwater gelungen, seine Vormachtstellung in der Welt auszubauen und zu behaupten. Doch der Untergang der Glory, einem Frachter mit der Jahresproduktion Vita an Bord, bedroht die Zukunft der aufstrebenden Stadt. Friedenshüter Alexander McRoy wird bei seinen Ermittlungen in Ereignisse verstrickt, die erschütternder nicht sein könnten …

»Vita ist Fortschritt!«

Meine Meinung:

Felix A. Münter hat einen Schreibstil, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite an die Geschichte fesselt. Er beschreibt Umgebungen, Charaktere und Situationen so detailreich, dass man sie beim Lesen deutlich vor Augen hat. Dadurch kann man regelrecht in die Geschichte eintauchen und sie miterleben.

Der Hauptprotagonist, Alexander McRoy, ist ganz klar Sympathieträger, hat meiner Meinung nach aber auch etwas an sich, das in Richtung Anti-Held geht. Seine Entwicklung kann man als Leser klar mitverfolgen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch andere Protagonisten haben eigene Merkmale und machen Entwicklungen durch. Alles in allem hat der Autor definitiv ein Händchen für das Ausarbeiten von Charakteren.

Zur Story kann ich sagen, dass sie wirklich unglaublich spannend und fesselnd war. Als Leser hat man immer wieder die Möglichkeit, selbst mitzurätseln - es wird einem nicht direkt alles vor die Füße geworfen. Aber es ist nicht nur eine spannende Story, sondern auch eine wirklich erschütternde. Es gibt unwahrscheinlich viele Parallelen zu unserer Wirklichkeit; das macht das Ganze erschreckend real.

Fazit:

Dieser Steampunk-Thriller war für mich mal etwas ganz Neues das Genre betreffend. Er hat mir äußerst gut gefallen und ich kann ihn wirklich empfehlen!
Klasse Steampunk
von Anonymus am 23.02.2017
VITA ist ein Steampunk-Roman. Ein ganz normaler Steampunk-Roman. Zumindest in der ersten Hälfte.

Das Buch:

Wie immer, wenn ich den Klappentext gut und treffend finde, möchte ich euch das Buch anhand diesem vorstellen:

»Mit Vita in ein besseres Morgen!«

Fortschritt ist unaufhaltsam. Und Vita ist der Katalysator des Fortschritts. Durch die mysteriöse Substanz ist es dem Stadtstaat Blackwater gelungen, seine Vormachtstellung in der Welt auszubauen und zu behaupten. Doch der Untergang der Glory, einem Frachter mit der Jahresproduktion Vita an Bord, bedroht die Zukunft der aufstrebenden Stadt. Friedenshüter Alexander McRoy wird bei seinen Ermittlungen in Ereignisse verstrickt, die erschütternder nicht sein könnten …

»Vita ist Fortschritt!«

Meine Meinung:

Das Buch beginnt als ein ganz "normaler" Steampunk-Krimi. Anders als viele andere, neuere Stampunk-Romane interpretiert Münter den Steampunk aber sehr klassisch. Damit meine ich, dass es nicht einfach nur eine Geschichte in einem viktorianischen Setting mit retro-futuristischer Technik ist, sondern das der Einfluss dieser Technik auf die Gesellschaft thematisiert wird. Im Mittelpunkt der Geschichte steht neben dem Vita, das ein neuartiger Treibstoff zunächst unbekannter Herkunft ist, eine Gruppierung, die den Einsatz des Vitas kritisiert und auch nicht vor Gewalt zurückschreckt, um dieser Kritik Ausdruck zu verleihen. Im Verlauf des Buches, während der Leser immer mehr über dieses Vita erfährt, wird das Buch dann immer moralisierender. Dies meine ich aber überhaupt nicht negativ. Denn bei aller Moral bleibt das Buch gleichzeitig spannend und unterhaltsam.

Fazit:

Ein sehr lesenswerter Steampunk-Roman.

Wertung: 4,5/5 Sternen
Ein tolles Buch
von Anonymus am 21.02.2017
Steampunk ist nicht jedermanns Sache, aber dieses Buch kann ich nur empfehlen. Es fängt schon damit an, dass das Buch perfekt die Situation während der Industriellen Revolution widerspiegelt. Die Beschreibungen sind hervorragend und atmosphärisch sehr gelungen. Die Probleme in den Städten und in den Fabriken werden sehr gut zusammengefasst, so dass man die ersten Kapitel als kurze Zusammenfassung der Thematik empfehlen kann. Da hat der Autor eine tolle Arbeit geleistet.
Aber natürlich ist dieses Buch kein historischer Roman, so dass auch etwas anderes vorkommt. Ich hatte am Anfang das Gefühl, dass ich darauf lange warten musste, aber das Buch entschädigt für diese Warterei. Vita und die Zusammenhänge um diese Energiequelle sind gut durchdacht und sehr gut in die Geschichte eingeflochten, so dass die Spannung erhalten bleibt. Nur in den letzten zwei Kapiteln war es für mich etwas zu viel "action". Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass andere das Buch nicht mögen würden.
Ich fand die Charaktere gut, vor allem hat mir deren Vielschichtigkeit gefallen. Man muss sich etwas Zeit lassen, mit ihnen warm zu werden, aber dann lassen sie einen nicht los. Es geht wirklich so weit, dass man mit ihnen mitfiebert.
Für mich ein rundum gelungenes Buch!
Erschreckend und verstörend gut
von Anonymus am 17.02.2017
Cover / Artwork / Romanaufbau

Das Cover hat mich sofort an einen Nadelstreifenanzug eines Sheriffs erinnert, dessen stolze Brust der typische Sheriffstern ziert. Der Titel „Vita“ wird durch helle Letter hervorgehoben und komplettiert die eye-catcher Wirkung des Buches noch. Der Roman ist in ungefähr gleich lange Kapitel unterteilt, welche gut gewählte Überschriften tragen, die nicht zu viel verraten und dennoch im Nachhinein immer sehr passend waren. Das Schriftbild und die Schriftgröße des Ebooks waren sehr gut gewählt und die flüssige Schreibe des Autors Felix Münter haben das Buch zu einem Schmöker gemacht.


Inhalt

Das Buch spielt in einer Steampunk Welt, also einer Welt, die zwar nicht real ist, jedoch der Realität des späten viktorianischen Zeitalters nachempfunden wurde, in der die Industrialisierung ihren Einzug im Alltag der Menschen hält und Massenproduktion, Fließbandarbeit und Mechanisierung nach und nach den einfachen Arbeiter ersetzen und von denen, die dennoch ihre Arbeit behalten durften, unmenschliches verlangt. Alexander McRoy ist Friedenshüter in der Stadt Blackwater und soll zu Beginn der Handlung eine Demonstration von Arbeitern unterbinden, die gegen die Arbeitsbedingungen protestieren. McRoy selbst ist der Obrigkeit treu ergeben, auch wenn er einiges nicht gut heißt, erhebt er nicht den Anspruch darauf, an etwas zu zweifeln. Vom Leben bereits gebeutelt auf Grund einer alten Kriegsverletzung ist es einzig sein Job, der ihm einen Sinn zum Leben zu geben scheint.

Im Zeitalter des Fortschritts nun spricht alle Welt von Vita, einem Wundermittel, dessen Möglichkeiten schier keine Grenzen gesetzt sind und auch Alexander glaubt zunächst, dass dieser Fortschritt nicht aufzuhalten ist und sieht vor allem keinen Grund dazu. Im Laufe der Handlung des Buches muss er erkennen, was wirklich in seiner Welt passiert und das stellt all das, woran er geglaubt hat, mächtig auf den Kopf.


Fazit

Ich habe schnell in den kurzen Roman hinein gefunden, was ich vor allem der flüssigen Schreibe zuschreibe. Auch die Wortwahl, der Aufbau des Spannungsbogens und die Zeichnung der Charaktere hat mir von vorne herein richtig gut gefallen und wenn jetzt jemand auf das berühmte „Aber“ wartet, kann ich höchstens erwähnen, dass ich mich mit dem Ende nicht richtig anfreunden kann. Aber im Grunde ist das ja künstlerische Freiheit – es liegt in der Feder des Autors, wie er das Buch ausgehen lassen möchte und da es technisch betrachtet sehr gut ist, werde ich dafür definitiv keinen Punkt abziehen! Wenn ich halbe Punkte geben könnte, würde ich das vielleicht tun, aber da das nun mal nicht geht und es im Grunde Meckern auf hohem Niveau wäre, lass ich es einfach bleiben. Alles in Allem möchte ich eine klare Leseempfehlung für das Buch geben. Es war spannend, erschreckend, überraschend und emotional zugleich und hat mich darüber hinaus gerade ab der zweiten Hälfte an vielen Stellen nachdenklich zurück gelassen. Was ist der Mensch bereit zu tun? Wie rechtfertigen Menschen, unmenschliche Abgründe und wo fängt Schuld an und hört Unschuld auf – all diese Fragen beschäftigen mich nun schon ein paar Stunden und werden mich wohl auch nicht so schnell loslassen.
Spannend, unheimlich, schockierend und grausam!
von Anonymus am 13.02.2017
»Mit Vita in ein besseres Morgen!«
Zitat aus dem Buch

„Stillstand war der Feind des Fortschritts und als solcher von den Straßen verdrängt worden. Überall herrschte Hektik und emsiges Treiben, ein Chaos das trotzdem einer ganz bestimmten Ordnung folgte.“
Zitat aus dem Buch

Zum Inhalt: Mit Vita, ein besonderer Brennstoff, dessen Inhalt nur sehr wenige kennen, konnte der Stadtstaat Blackwater vor einigen Jahren den Fortschritt revolutionieren.
Das Dampfschiff Glory, das einzige Schiff, das fast, aber halt nur fast, den Naturgewalten standhalten könnte, geht bei einem Hurrikan unter. Mit ihm eine ganze Jahresladung Vita. Blackwaters glorreiche Zukunftspläne sind bedroht…
Nicht jeder ist begeistert von Vita. Warum?...
Friedenshüter Alexander McRoy kommt bei seinen Ermittlungen einer Gruppe von Anarchisten näher…
Was McRoy erfährt ist unglaublich! Die schockierenden Ereignisse eskalieren…

„„Recht und Gerechtigkeit sind zwei ganz verschiedene Dinge.“ Alexander schüttelte mit versteinerter Miene den Kopf…“
Zitat aus dem Buch

Meine Meinung: Der Schreibstil von Felix A. Münter ist wieder fließend und bildhaft. Durch interessante detaillierte Beschreibungen konnte ich mir den Stadtstaat Blackwater und dessen Hintergründe, das Geschehen und die verschiedenen Personen, sehr gut vorstellen.

Alexander McRoy ist die Hauptperson. Ich fand ihn sympathisch. Nachdem er das Militär wegen einer Verletzung verlassen musste, sorgt er jetzt als Friedenshüter für Recht und Ordnung in Blackwater. Er hat zwar Verständnis für die streikenden Arbeiter, aber greift hart durch, auch wenn es manchmal seiner persönlichen Meinung widerspricht. Anfangs kommen öfters sein trockener Humor und sein Sarkasmus wirkungsvoll zur Geltung. Aber schon bald wird es dafür zu grausam. Selbst für McRoy, der beim Militär viel erlebt hat, war es unfassbar. Seine wechselnden Gefühle wurden eindrucksvoll herübergebracht.

„Als der Morgen dämmerte, hatte sich seine Welt verändert. Sie war düsterer geworden. Schlimmer, als er es jemals angenommen hatte.“
Zitat aus dem Buch

Gemeinsam mit Alexander erfährt man nach und nach mehr über dieses unheimliche geleeartige Vita. Dieses Wundermittel Vita hat einen extremen Einfluss auf das Geschehen in Blackwater… Das Geheimnis dahinter, ist so furchtbar, dass ich es mir lieber nicht vorstellen möchte. Schreckliche Ereignisse passieren. McRoy wird darin gegen seinen Willen verwickelt…. Die Lage spitzte sich zu. Was McRoy erleben musste, war entsetzlich und wurde noch schlimmer. Ich war erschüttert! Es kommt zu einer Eskalation, aber selbst da ist es noch nicht vorbei…

Wie in der realen Welt wollen auch hier die Reichen und Mächtigen noch reicher und mächtiger werden. Mitleid ist für sie ein Fremdwort. Das Leben der Arbeiter ist für sie unbedeutend. Sie nutzen ihre Machtposition gnadenlos aus.

Anfangs war die Spannung noch relativ niedrig, aber mit jedem Kapitel stieg sie beständig an! Die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen!

Felix A. Münter schreibt Bücher in verschiedenen Genres. „Vita“ ist sein erstes Buch im Steampunk-Thriller-Mix und auch hier beweist er seinen Ideenreichtum.

Elemente aus dem Steampunk Genre wurden überzeugend in die Geschichte eingebunden.

Spannend, unheimlich, schockierend und grausam! Eine fesselnde Geschichte, die mich beeindruckt hat!

Klare Leseempfehlung!
4,5 Sterne
Das Streben nach Fortschritt
von Anonymus am 12.02.2017
Da ich Steampunk und den Papierverzierer Verlag liebe, kam ich um dieses Buch natürlich nicht herum und ich muss sagen, dass ich keinesfalls enttäuscht wurde.
Krimis/Thriller sind normal eher weniger mein Ding, aber ich habe diese Geschichte absolut genossen. Die Welt ist liebevoll und glaubwürdig gestaltet. Eine rohe Landschaft, in der die Unterdrückung der Arbeiterbevölkerung und die Gier der Reichen, deutlich hervorsticht.
Wir begleiten den Friedenshüter Alexander McRoy. Der geschiedene Mann wurde im Krieg verletzt und leidet seitdem an starken Schmerzen im Bein. Die Morphium- und Alkoholsucht haben ihn oft im Griff. Er ist auf den ersten Blick nicht der offensichtliche Held. Alexander hat seine Ecken und Kanten und das macht ihn zu einem tollen und starken Protagonisten. Sein Ehrgefühl und der Sinn nach Gerechtigkeit, konnte ihm noch niemand nehmen.
Der Untergang des Schiffs Glory, gleich zu Anfang der Geschichte, setzt viele Kettenreaktionen in Gang. Blackwather verfügt über eine einzigartige und neue Energiequelle: Vita. Ein Jahresvorrat davon ging in den Fluten verloren.
Viele Fabriken stehen daraufhin still. Die Arbeiter werden entlassen und können ihre Familie nicht mehr ernähren. Es kommt immer öfter zu Aufständen und Streiks. Gleichzeitig entwickelt sich im Untergrund eine Organisation, die Geheimnisse aufdeckt, die manche für unmöglich gehalten haben.
Alles in allem ein absolut empfehlenswertes Buch, gerade für Steampunk Liebhaber!
Eine gelungene Kombination! Sehr gut geschrieben!
von Anonymus am 11.02.2017
"Nicht wahnsinnig werden. Nicht zusammenbrechen vor Schmerz. Ein anderes Ziel gab es für ihn nicht." - Zitat aus dem Buch.

Inhalt:
»Mit Vita in ein besseres Morgen!« Fortschritt ist unaufhaltsam. Und Vita ist der Katalysator des Fortschritts. Durch die mysteriöse Substanz ist es dem Stadtstaat Blackwater gelungen, seine Vormachtstellung in der Welt auszubauen und zu behaupten. Doch der Untergang der Glory, einem Frachter mit der Jahresproduktion Vita an Bord, bedroht die Zukunft der aufstrebenden Stadt. Friedenshüter Alexander McRoy wird bei seinen Ermittlungen in Ereignisse verstrickt, die erschütternder nicht sein könnten … »Vita ist Fortschritt!«

Zum Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und doch ist es ein Blickfang. Der Stern ist wie ein Magnet, der den Blick anzieht. Das großgeschriebene Wort "Vita" tut sein Übriges dazu.

Zum Inhalt:
Wir steigen in das Buch aus einer Erzähler-Sicht ein. Wir erleben wie die Glory untergeht und die Arbeiter der Fabriken davon erfahren. Danach geht es mit dem Mann in schwarz weiter, er schreitet zu seinem Einsatz und greift dabei hart durch. Die Erzähler-Sicht kommt immer wieder vor, macht das Buch aber nur noch interessanter.

In den ersten Kapiteln viel es mir sehr schwer, mich mit Alexander McRoy zu identifizieren. Ich konnte sein Verhalten nicht wirklich einschätzen, er war mir anfangs ziemlich unsympathisch. Je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr änderte sich das. Man lernt ihn besser kennen, seine Motive treten zu Tage, außerdem entwickelt er sich extrem weiter. Da ich niemanden spoilern möchte, sage ich nichts mehr weiteres dazu.

Es freute mich, dass die klassischen Steampunk-Elemente vorhanden waren und stark hervortraten. Die Technik wurde wunderbar detailliert beschrieben, sodass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. Der Stadtsaat Blackwater wurde gut dargestellt, dadurch konnte ich mir ein gutes Bild über ihn "zeichnen".

Beeindruckt war ich darüber wie gut die Geld- und Machtgier der Menschen beschrieben wurde, ebenso wie der Rat im Krieg handelt. Ähnlich geht es auch in der Realität zu, die Schwachen werden ausgebeutet, die Reichen leben in Saus und Braus.

Der Autor hat es auch geschafft das Gefühlchaos, das Alexander McRoy durch das gesamte Buch begleitet, glaubhaft dem Leser näher zu bringen. Besonders die Szenen im Krankenhaus, bei der "Offenbarung" oder beim großen Finale.

Anfangs baute sich wenig Spannung auf, erst nach einigen Kapitel kam diese. Danach gab es für mich eine absolut unerwartete Wendung, bei der wortwörtlich eine Bombe platze. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Das große Finale war sehr eindrucksvoll, intensiv, spannend und actionreich. Bei den letzten drei Kapitel konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen und habe sie dann in einem Rutsch durchgelesen. Ein klitzekleines Manko ist vielleicht das offenen Ende.

Mein Fazit:
Die Krimi-Thriller-Steampunk Kombination ist hier absolut gelungen. Es gab viel Action, unerwartete Wendungen und große Überraschungen! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
Das Streben nach Mehr
von Anonymus am 19.01.2017
Ein gewöhnlicher Thriller, angesiedelt im Steampunk-Universum. Das ging mir durch den Kopf, als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe. Und wie überrascht war ich, als ich festgestellt habe, dass dieses Buch alles möglich ist, nur nicht gewöhnlich.

Diese Überraschung kam mit der ersten entscheidenden Wende in der Handlung nach zirka 30% des Buchs. Danach ändert sich der Verlauf des Buchs grundlegend. Ob der Autor bzw. Verlag diesen Verlauf bewusst nicht im Klappentext erwähnt hat? Offensichtlich! Und so werde auch ich diese Ereignisse nicht preisgeben.


+++ Unbekannte Welt +++

Der Thriller beginnt aber dennoch in einigermaßen gewohnten Manier. Der Leser wird in die Welt eingeführt, ohne dass dabei viele Worte verwendet werden, um das Universum, in dem die Handlung verortet ist, zu beschreiben. Die Welt wird so beschrieben, als wäre sie dem Leser bekannt, ohne ihn dabei hilflos zurückzulassen. Er wird lediglich mit den Informationen gefüttert, die für das Verständnis notwendig sind. Ein Kunstgriff, der mir sehr gefällt und den wahrlich nicht viele Autoren beherrschen.


+++ Wendungsreicher Plot +++

Viele Steampunk-Welten leben von einer fremdartigen oder unbekannten Energiequelle. So auch in diesem Buch, in dem das titelgebende Vita diese Rolle übernimmt. So recht weiß niemand, was es mit diesem Stoff auf sich hat. Bis im letzten Drittel des Buchs das Geheimnis gelüftet wird und für weitere Wendungen in der Handlung sorgt.

Immer wieder ändert sich der Handlungsverlauf und diese Geschichte lebt davon, den Leser immer wieder zu überraschen. Das hebt die Spannung und lässt den Leser auf den Seiten verharren. Dazu trägt sicherlich der angenehme und einfache Schreibstil bei. Der Leser rauscht so einfach durch das Buch wie ein vorgewärmtes Messer durch ein Stück Butter.

Ebenfalls dazu beigetragen hat sicherlich, dass der Leser immer beim Hauptprotagonisten bleibt. Es gibt diesen einen Handlungspfad, der nicht verlassen wird. Dadurch entsteht der recht starke, authentische Hauptcharakter, der in seiner rauen Art sich perfekt in die Steampunk-Welt eingliedert. Im Gegenzug bleiben manche Nebencharaktere ein wenig blass.

Das Buch zeigt dem Leser die Abgründe der Menschlichkeit und wirft eine altbekannte Frage auf: Wie weit würden die Mächtigen der Welt gehen, um ihre Ziele zu erreichen? Vor Gewalt wird indes in diesem Buch nicht zurückgeschreckt, aber es kommt zu keinen expliziten Darstellungen, so dass niemand vor einem hohen Gewaltgrad zurückschrecken muss.


+++ Offenes Ende +++

Das Buch verzichtet auf einen Epilog. So bleiben viele Fragen offen, der weitere Verlauf im Dunkeln. Offene Enden lassen in meinen Augen den Leser immer ein bisschen unbefriedigt zurück, auch wenn mit diesem Ende sich eine gewisse Konsequenz nicht leugnen lässt. Was ich damit meine, kann der Leser dieser Rezension in Gänze nur verstehen, wenn er das Buch gelesen hat. Ich möchte ja das Ende nicht spoilern.


+++ Fazit +++

Und das Buch lesen sollte er. Denn dieser Thriller ist nicht einfach nur ein gewöhnlicher Thriller, der in ein Steampunk-Universum verfrachtet wurde. Es ist eine spannende und wendungsreiche Geschichte, die sich voll und ganz dem menschlichen Streben nach Mehr in all seinen Facetten verschreibt.

Ich bin geneigt, Bücher, die dem Leser mit einem offenen Ende und unbeantworteten Fragen zurücklassen, nicht mit der vollen Punktzahl zu bewerten. Aber in diesem Fall wiegt es nicht so schwer, als dass es dem restlichen Buch gerecht werden würde. Dieses Buch verdient nämlich die uneingeschränkte Leseempfehlung.