Deadlands - Ghostwalkers

Artikel-Nr.: 9783959620017
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Kundenbewertungen zu Deadlands - Ghostwalkers

Anzahl der Bewertungen: 6
Durchschnittliche Bewertung: 4
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guter steampunk - Western
von am 11.07.2017
Der Kopfgeldjäger Grey Torrance ist auf der Suche nach einem neuen Auftrag, als er in einen Konflikt zwischen sechs Männern und dem Sioux Thomas Schaut-Weg gerät. Kurzerhand beschließt er einzuschreiten – was ihm nicht nur einen neuen Auftrag beschert, sondern auch eine Menge Abenteuer, die auch Begegnungen mit Vampirinnen, Untote und schwarze Magie mit einschließen. Sie führen ihn durch die Deadlands in eine Stadt am Rande der Welt, die von Ausbeutung und unerklärlichen Wesen und Naturgewalten gebeutelt wird, worauf er sich mit dem Verantwortlichen anlegt.

Das Setting von Deadlands vermischt Wild Western Flair mit Steampunk und fantasy. Der Westen und damit eigentlich ganz Amerika ist nicht das, was wir so kennen. 1868 hat ein Beben Großteile Kaliforniens im Meer versenkt. Durch das Öffnen der Erde kamen Wesen aus den dort verborgenen Höhlen, die man nur als fantastisch-bösartig bezeichnen kann. Nicht nur diese Gegend, sondern der gesamte Westen wird von unterschiedlichen, meist skrupellosen, Baronen beherrscht – wenn es sich nicht gerade um die Gebiete der großen Sioux-Nation handelt. Der geheimnisvolle Geisterstein ermöglicht Waffen und Erfindungen, die sehr an eine steam-punk Welt erinnern.

Die genauen Umstände werden selten ausführlich erklärt, meist nur angedeutet. Solche, die einen näheren Einfluss auf die Geschichte haben (hier besonders das Beben und damit die Entstehung des Labyrinthes und die Eigenschaften von Geisterstein), bekamen ausreichende Beschreibungen. Ansonsten konzentriert sich die Geschichte auf Grey Torrance und seinen Begleiter.

Grey ist ein typischer Revolverheld: schnell mit der Pistole, nicht gerade rücksichtsvoll und auch nicht unbedingt ehrenhaft – das behält er sich für Situationen vor, aus denen er einen Gewinn ziehen kann. Verfolgt von seiner Vergangenheit und all den Geistern dieser (wobei das verfolgt hier ruhig wortwörtlich genommen werden kann), verdrängt er unerklärliche Erlebnisse lieber, als sie sich einzugestehen. Allerdings hat auch er eine Schwäche – Frauen. So gelingt es auch einer solchen, seine besseren Eigenschaften an die Oberfläche zu bekommen.

Sehr erfrischend empfand ich das Auftauchen von Schaut-Weg. Er entpuppt sich nicht als typischer indianischer Begleiter des Helden, ist im Gegenteil alles andere als der klischeehafte Indianer. Durch einen Familienstreit hat er seine Heimat verlassen, lange Zeit in England verbracht – weswegen er sich auch einer sehr britischen Ausdrucksweise bedient – und dort Geologie studiert. Zurück in den Westen kam er als Assistent eines Wissenschaftlers. Dadurch haben sich hier die Rollen vertauscht und sehr oft ist es Schaut-Weg, der eine Situation durchschaut und sein Wissen einbringen kann und nicht sein weißer Begleiter.

Zusammen mit Grey will Schaut-Weg den Wissenschaftler finden, der seit geraumer Zeit verschwunden ist. Dabei begegnen sie so manchen fantastischen bzw. magisch anmutenden Auswirkungen des Geistersteins. Eines ist aber sowohl den fantastischen, als auch den steam-punk-Elementen der Geschichte gemein: sie alle entpuppen sich so gut wie immer als Gefahr. In Kombination mit einer unberechenbaren Natur (sei dies die Normalität der unbarmherzigen Wüste oder doch der unerklärliche ätzende Regen zusammen mit einem übernatürlichem Unwetter) und einer Geisterwelt, die der Realität sehr nah zu seinen scheint, ergibt sich eine düstere, unheilschwangere Stimmung. Dieser begegnen unsere Helden meist durch Flüche und einen schnellen Gewalteinsatz, wie man ihn aus Western kennt.

Fazit: Großteils hat mir die Geschichte gut gefallen, manchmal waren mir aber das Auftauchen neuer fantastischer Wesen doch zuviel, ab und zu haben sie mich auch verwirrt. Alles in allem war die Geschichte aber durch die harten aber herzlichen Charaktere geprägt, die sich durch all die Gefahren kämpfen mussten.
Interessantes Kopfkino
von am 09.07.2017
"Dieses Buch ist all meinen Lesern gewidmet, alte wie neue, die offenbar dazu bereit sind, mir auf jeden noch so düsteren, verrückten Pfad zu folgen, den ich betrete. Danke, dass ihr mich auf der Reise begleitet. Nur Gott weiß, wohin es uns als Nächstes verschlägt"

Mit diesen Worten beginnt dieses Buch und sofort taucht man in ein verwirrendes, aber auch Aktiongelandenes Rollenspiel mitten im Wilden Westen.

Johnathan hat hier ein sehr interessantes Kopfkino zum Lesen geschrieben. Das Zwischenspiel der Charaktere ist hervorragend dargestellt und ich habe sofort einen Draht zu beiden gehabt. Zum einen der sympathische Revolverheld Grey, der immer helfen will und seinen Prinzipien treu bleibt. Zum anderen den Indianer, der um keinen Spruch verlegen ist.

Den Grundgedanken zu dem Rollenspiel musste ich erstmal ergoogeln und bin sehr neugrig darauf. Damit werde ich mich defentiv noch näher befassen.

Aber jetzt wieder zum Buch. Der Schreibstil ist flüssig, dreckig, humorvoll und exzentrisch. Von jedem etwas. Es macht Spaß zu lesen.

Wir danken erneut dem Papierverzierer Verlag für dieses Buch und wurden mal wieder nicht enttäuscht.
Steampunk meets Wild West
von am 06.02.2017
Die amerikanischen Unabhängigkeitskriege sind vorbei, die Ureinwohner (kurz Indianer genannt) haben sich einen Teil ihres angestammten Landes zurück erobert und die Sioux Nation begründet. Ein furchtbares Erdbeben hat einen großen Teil Kaliforniens zerstört, es bildete sich ein Labyrinth aus Schluchten. Ein begehrter Rohstoff zum Antrieb von Dampfmaschinen ist der Geisterstein, mit dessen Hilfe auch Waffen noch gefährlicher und tödlicher werden.
In dieses Szenario taucht das Buch ein.
Wir begegnen Grey Torrance am Rande der Wüste, der eine Gruppe Männer bei der Verfolgung eines Indianers beobachtet. Entgegen besseren Wissens mischt er sich ein und wird in einen schrecklichen Kampf gegen Untote verwickelt.
Anschließend nähern sich der Revolverheld und der Indianer namens Thomas Schaut-Weg einander an und wir erfahren, warum dieser in der unwirtlichen Gegend unterwegs ist. Er engagiert Grey, der zu diesem Zeitpunkt nicht wissen kann, worauf er sich einlässt. (Wer glaubt, er hätte schon alles gesehen, wird eben häufig doch eines Besseren belehrt.)
Nachdem die beiden Männer gemeinsam die Wüste durchquert haben, erreichen sie ausgehungert und durstig eine herunter gekommene Stadt, in der einige Hilfssheriffs dafür sorgen, dass das Gesetz eingehalten wird. Doch wird dieses Gesetz vom Geld bestimmt, und die einfachen Bewohner leiden darunter. Das wollen Grey und Thomas nicht mit ansehen und bieten ihre Hilfe im Kampf gegen zwei gierige Männer an, die die Schürfrechte nach Geisterstein und auf fast alles Wasser der Gegend besitzen, und daran nur durch betrügerische Machenschaften gekommen sind.
Schreckliche Unwetter und Untiere, die geradewegs aus den Tiefen der Hölle entstiegen zu sein scheinen, erschweren unseren Helden das Vorwärtskommen in dieser menschenfeindlichen Welt, die durch einen Wissenschaftler, der mit Geisterstein Versuche anstellt, nicht gerade freundlicher wird.
Beim Lesen fühlte ich mich in den "guten alten Wilden Westen" versetzt, den wir aus Filmen und Büchern kennen, gewürzt mit Steampunk-Elementen und Magie. Horror und eine Prise Erotik (harte Revolverhelden sind eben auch nur Männer!) runden die Geschichte ab.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
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