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Kundenbewertungen zu Deadlands - Ghostwalkers

Deadlands - Ghostwalkers
5,99
Preis inkl. MwSt.
Deadlands – Ghostwalkers
 
Jonathan Maberry

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Anzahl der Bewertungen: 6
Durchschnittliche Bewertung: 4
guter steampunk - Western
von Anonymus am 11.07.2017
Der Kopfgeldjäger Grey Torrance ist auf der Suche nach einem neuen Auftrag, als er in einen Konflikt zwischen sechs Männern und dem Sioux Thomas Schaut-Weg gerät. Kurzerhand beschließt er einzuschreiten – was ihm nicht nur einen neuen Auftrag beschert, sondern auch eine Menge Abenteuer, die auch Begegnungen mit Vampirinnen, Untote und schwarze Magie mit einschließen. Sie führen ihn durch die Deadlands in eine Stadt am Rande der Welt, die von Ausbeutung und unerklärlichen Wesen und Naturgewalten gebeutelt wird, worauf er sich mit dem Verantwortlichen anlegt.

Das Setting von Deadlands vermischt Wild Western Flair mit Steampunk und fantasy. Der Westen und damit eigentlich ganz Amerika ist nicht das, was wir so kennen. 1868 hat ein Beben Großteile Kaliforniens im Meer versenkt. Durch das Öffnen der Erde kamen Wesen aus den dort verborgenen Höhlen, die man nur als fantastisch-bösartig bezeichnen kann. Nicht nur diese Gegend, sondern der gesamte Westen wird von unterschiedlichen, meist skrupellosen, Baronen beherrscht – wenn es sich nicht gerade um die Gebiete der großen Sioux-Nation handelt. Der geheimnisvolle Geisterstein ermöglicht Waffen und Erfindungen, die sehr an eine steam-punk Welt erinnern.

Die genauen Umstände werden selten ausführlich erklärt, meist nur angedeutet. Solche, die einen näheren Einfluss auf die Geschichte haben (hier besonders das Beben und damit die Entstehung des Labyrinthes und die Eigenschaften von Geisterstein), bekamen ausreichende Beschreibungen. Ansonsten konzentriert sich die Geschichte auf Grey Torrance und seinen Begleiter.

Grey ist ein typischer Revolverheld: schnell mit der Pistole, nicht gerade rücksichtsvoll und auch nicht unbedingt ehrenhaft – das behält er sich für Situationen vor, aus denen er einen Gewinn ziehen kann. Verfolgt von seiner Vergangenheit und all den Geistern dieser (wobei das verfolgt hier ruhig wortwörtlich genommen werden kann), verdrängt er unerklärliche Erlebnisse lieber, als sie sich einzugestehen. Allerdings hat auch er eine Schwäche – Frauen. So gelingt es auch einer solchen, seine besseren Eigenschaften an die Oberfläche zu bekommen.

Sehr erfrischend empfand ich das Auftauchen von Schaut-Weg. Er entpuppt sich nicht als typischer indianischer Begleiter des Helden, ist im Gegenteil alles andere als der klischeehafte Indianer. Durch einen Familienstreit hat er seine Heimat verlassen, lange Zeit in England verbracht – weswegen er sich auch einer sehr britischen Ausdrucksweise bedient – und dort Geologie studiert. Zurück in den Westen kam er als Assistent eines Wissenschaftlers. Dadurch haben sich hier die Rollen vertauscht und sehr oft ist es Schaut-Weg, der eine Situation durchschaut und sein Wissen einbringen kann und nicht sein weißer Begleiter.

Zusammen mit Grey will Schaut-Weg den Wissenschaftler finden, der seit geraumer Zeit verschwunden ist. Dabei begegnen sie so manchen fantastischen bzw. magisch anmutenden Auswirkungen des Geistersteins. Eines ist aber sowohl den fantastischen, als auch den steam-punk-Elementen der Geschichte gemein: sie alle entpuppen sich so gut wie immer als Gefahr. In Kombination mit einer unberechenbaren Natur (sei dies die Normalität der unbarmherzigen Wüste oder doch der unerklärliche ätzende Regen zusammen mit einem übernatürlichem Unwetter) und einer Geisterwelt, die der Realität sehr nah zu seinen scheint, ergibt sich eine düstere, unheilschwangere Stimmung. Dieser begegnen unsere Helden meist durch Flüche und einen schnellen Gewalteinsatz, wie man ihn aus Western kennt.

Fazit: Großteils hat mir die Geschichte gut gefallen, manchmal waren mir aber das Auftauchen neuer fantastischer Wesen doch zuviel, ab und zu haben sie mich auch verwirrt. Alles in allem war die Geschichte aber durch die harten aber herzlichen Charaktere geprägt, die sich durch all die Gefahren kämpfen mussten.
Interessantes Kopfkino
von Anonymus am 09.07.2017
"Dieses Buch ist all meinen Lesern gewidmet, alte wie neue, die offenbar dazu bereit sind, mir auf jeden noch so düsteren, verrückten Pfad zu folgen, den ich betrete. Danke, dass ihr mich auf der Reise begleitet. Nur Gott weiß, wohin es uns als Nächstes verschlägt"

Mit diesen Worten beginnt dieses Buch und sofort taucht man in ein verwirrendes, aber auch Aktiongelandenes Rollenspiel mitten im Wilden Westen.

Johnathan hat hier ein sehr interessantes Kopfkino zum Lesen geschrieben. Das Zwischenspiel der Charaktere ist hervorragend dargestellt und ich habe sofort einen Draht zu beiden gehabt. Zum einen der sympathische Revolverheld Grey, der immer helfen will und seinen Prinzipien treu bleibt. Zum anderen den Indianer, der um keinen Spruch verlegen ist.

Den Grundgedanken zu dem Rollenspiel musste ich erstmal ergoogeln und bin sehr neugrig darauf. Damit werde ich mich defentiv noch näher befassen.

Aber jetzt wieder zum Buch. Der Schreibstil ist flüssig, dreckig, humorvoll und exzentrisch. Von jedem etwas. Es macht Spaß zu lesen.

Wir danken erneut dem Papierverzierer Verlag für dieses Buch und wurden mal wieder nicht enttäuscht.
Steampunk meets Wild West
von Anonymus am 06.02.2017
Die amerikanischen Unabhängigkeitskriege sind vorbei, die Ureinwohner (kurz Indianer genannt) haben sich einen Teil ihres angestammten Landes zurück erobert und die Sioux Nation begründet. Ein furchtbares Erdbeben hat einen großen Teil Kaliforniens zerstört, es bildete sich ein Labyrinth aus Schluchten. Ein begehrter Rohstoff zum Antrieb von Dampfmaschinen ist der Geisterstein, mit dessen Hilfe auch Waffen noch gefährlicher und tödlicher werden.
In dieses Szenario taucht das Buch ein.
Wir begegnen Grey Torrance am Rande der Wüste, der eine Gruppe Männer bei der Verfolgung eines Indianers beobachtet. Entgegen besseren Wissens mischt er sich ein und wird in einen schrecklichen Kampf gegen Untote verwickelt.
Anschließend nähern sich der Revolverheld und der Indianer namens Thomas Schaut-Weg einander an und wir erfahren, warum dieser in der unwirtlichen Gegend unterwegs ist. Er engagiert Grey, der zu diesem Zeitpunkt nicht wissen kann, worauf er sich einlässt. (Wer glaubt, er hätte schon alles gesehen, wird eben häufig doch eines Besseren belehrt.)
Nachdem die beiden Männer gemeinsam die Wüste durchquert haben, erreichen sie ausgehungert und durstig eine herunter gekommene Stadt, in der einige Hilfssheriffs dafür sorgen, dass das Gesetz eingehalten wird. Doch wird dieses Gesetz vom Geld bestimmt, und die einfachen Bewohner leiden darunter. Das wollen Grey und Thomas nicht mit ansehen und bieten ihre Hilfe im Kampf gegen zwei gierige Männer an, die die Schürfrechte nach Geisterstein und auf fast alles Wasser der Gegend besitzen, und daran nur durch betrügerische Machenschaften gekommen sind.
Schreckliche Unwetter und Untiere, die geradewegs aus den Tiefen der Hölle entstiegen zu sein scheinen, erschweren unseren Helden das Vorwärtskommen in dieser menschenfeindlichen Welt, die durch einen Wissenschaftler, der mit Geisterstein Versuche anstellt, nicht gerade freundlicher wird.
Beim Lesen fühlte ich mich in den "guten alten Wilden Westen" versetzt, den wir aus Filmen und Büchern kennen, gewürzt mit Steampunk-Elementen und Magie. Horror und eine Prise Erotik (harte Revolverhelden sind eben auch nur Männer!) runden die Geschichte ab.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Abgedreht ...
von Anonymus am 06.02.2017
Amerika 1876. Ein großes Erdbeben hat fast die komplette Westküste vernichtet. Andere Teile sind fast komplett überflutet. Diese Katastrophe hat den sogenannten Geisterstein frei gesetzt. Mit ihm ändert sich alles.

Grey Torrance, seines Namens Kopfgeldjäger, geht seinen Weg in dieser Welt. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Seine alten Dämonen verfolgen ihn. Doch lange bleibt er nicht alleine auf seinem Weg. Schnell gesellt sich der Indianer Thomas Schaut-Weg zu ihm. Im Laufe der Zeit treffen noch mehr Kampfgefährten zusammen. Schließlich ist eine Welt zu retten und das vor mordsmäßig vielen Gegnern.

„Deadlands – Ghostwalker“ ist ein skurriler Roman aus der Feder des Autors Jonathan Maberry. Seines Zeichens ist der Autor auch für das Pen and Paper Spiel verantwortlich, dass diesem Roman zu Grunde liegt.

Die Inhaltsangabe hier ist mir wirklich schwer gefallen. Es tauchen so viele Wesen und Begebenheiten auf, da muss man echt aufpassen, dass nicht gespoilert wird. Ich möchte ja keinem Leser etwas vorab erzählen.

Diese Deadlands – Welt ist so makaber und zusammengewürfelt, da darf es wirklich keinen verwundern, was für Wesen einem über den Weg laufen. Nicht mal vor Zombies wird hier Halt gemacht.

Am ehesten würde ich den Roman in die Richtung Steampunk stecken. Nur dass hier Aether mit Geisterstein ersetzt wurde. Wer den Film „Wild Wild West“ kennt, kann sich hier so einiges besser vorstellen. In dieser Story wurde wirklich alles querbeet eingesponnen.

Die Figuren selbst sind in ihrer Art typisch. Grey ist der typische bärbeißige Revolverheld, der doch in sich ganz weich ist. Der Indianer Thomas ist die wirklich nicht typische Rothaut. Und der Rest der Truppe ist eigentlich auch ein Muss für solch eine Zusammenstellung. Also von da dann doch nichts Neues in Sicht.

Das Gesamtwerk ist so verworren, abwegig und zusammen gewürfelt, dass es einfach Spaß macht zu lesen. Man muss sich halt im Voraus darüber klar sein, dass hier einfach das Chaos herrscht. Eigentlich passt Nichts zusammen und trotzdem ergibt das Ganze einen echt guten skurrilen Roman.

Probleme könnte es geben, dass auf der einen Seite viele Informationen auf einmal kamen und sich das Ganze auf der anderen Seite ab und an auch schon mal gezogen hat.

Für Abenteurer und Freunde neuer Wege, Wesen und Zusammenstellungen kann ich den Roman voll und ganz empfehlen.

LG Zsadista
Willkommen im Wilden Westen
von Anonymus am 05.02.2017
Grey Torrance, seines Zeichens Auftragkiller, trifft auf einer Reise auf Thomas Schaut-Weg, einem Sioux, der auf der Flucht vor mehreren Männern scheint. Grey mischt sich ein und nach einigen unglaublichen Kämpfen beschließen die Beiden, zusammen weiterzureiten. Auf ihrer Reise kommen sie durch Kalifornien, das nach einem Erdbeben alles andere als beschaulich wirkt. Hier landen sie in Paradise Falls und in dieser kleinen Stadt geht vieles nicht mehr mit rechten Dingen zu. Die Einwohner werden unterdrückt und selbst kleinere Rechte, wie das Benutzen des Brunnens, wird ihnen untersagt. Kurzerhand entscheiden Grey und Schaut-Weg, ihre Zelte in Paradise Falls aufzuschlagen und hier begegnen ihnen so einige Kuriositäten. Doch das Wichtigste, was Paradise Falls zu bieten hast, ist der Geisterstein.
Meine Meinung
Gleich vorweg, ich bin mir absolut sicher, noch nichts gelesen zu haben, was ich auf irgendeiner Weise mit Deadlands vergleichen könnte. Es ist absolut ungewöhnlich, aber genau dadurch wirkt es erst richtig. Der Schreibstil ist durchaus flüssig und irgendwie auch sehr aussergewöhnlich, denn ich hatte gerade zu Beginn der Geschichte den Eindruck, hier einen Western zu lesen und war ein wenig verwirrt, denn es sollte doch eher Dark Fantasy sein. Aber dazu später mehr... Die Sprache bleibt schnörkellos und geradlinig, so wie es auch perfekt zu den Helden der Geschichte passt. Doch ich habe ein wenig Zeit benötigt, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen bin, es geht zu Anfang noch recht unspektakulär zu und man bekommt zunächst viel Einblick in das zeitliche Geschehen in Kalifornien und was gerade aktuell geschehen ist. So wirkte es am Anfang noch schleppend, doch dann kommt die große Wende und ich konnte Deadlands kaum noch aus der Hand legen, zwar teils skurril, wird es spannend, es passieren sehr viele Dinge, die man nicht vorausahnen kann und die einen immer weiter voran treiben. Wer also zu Beginn der Geschichte noch glaubt, sich in einem handfesten Western zu befinden, so wie ich auch, der hat sich ordentlich getäuscht. Deadlands ist in jeder Hinsicht vielseitig und eine Mischung aus Untoten, Steampunk, Western und mit Sicherheit richtig spektakulär. Die Spannung steigert sich immer wieder, bis es dann auch am Ende ein schnelles und knallhartes Showdown gibt. Erzählt wird die Geschichte von einem Erzähler der die Sicht Grey Torrances wiedergibt. Die Helden der Geschichte mochte ich sehr, da ist zum einen Grey, knallhart und sehr verschroben, doch mit dem Herz am rechten Fleck. Zum anderen ist da Thomas Schaut-Weg, allein der Name ließ mich breit grinsen, der Sioux mit dem englischen Akzent, der einfach nur mal was ganz anderes ist. Diese beiden Helden muss man einfach einmal zusammen erlebt haben. denn sie sind genauso, wie das ganze Buch, abgedreht und ungewöhnlich.
Mein Fazit:
Ich bin jetzt kein typischer Steampunk - Dark-Fantasy-Leser und trotzdem oder gerade deswegen, konnte mich dieses Buch durchweg überraschen. Zwar noch mit schleppendem Beginn nimmt die Story dann Tempo auf und es gibt Spannung und Wendungen an jeder Ecke. Der Schreibstil ist flüssig, mit einem leicht ironischen Unterton, der mich trotz aller Spannung auch wieder grinsen ließ. Ich sag nur Thomas Schaut-Weg, dieser Name passt so richtig zu der Geschichte, aber ich mochte tatsächlich beide Helden hier sehr gerne und fand es mehr als interessant, ihnen bei ihren Abenteuern zuzusehen. Genreliebhaber kommen hier bestimmt zum Zuge und ich hatte durchaus gute Unterhaltung. Schnappt euch eine Leseprobe und lernt Grey und Schaut-Weg kennen.
Popcorn-Kino in einer vollkommen abgedrehten Welt
von Anonymus am 14.01.2017
Ein untoter Pteranodon fliegt in einer riesigen unterirdischen Höhle über die Köpfe der Protagonisten hinweg. Wer bei einem solchen Satz gedanklich schon aussteigt, hat vermutlich wenig übrig für eine sehr schräge Welt und wird demzufolge auch wenig Freude an diesem Buch haben.

Das Deadlands-Universum, in dem dieses Buch angesiedelt ist, spielt im Jahre 1876 auf dem amerikanischen Kontinent. Ein riesiges Erdbeben hat große Teile der Westküste vernichtet und den sogenannten Geisterstein zutage gebracht, mit dem allerlei technisches Spielzeug entwickelt werden kann. Am ehesten sind diese Entwicklungen und Maschinen mit denen aus den Steampunk-Welten vergleichbar.

Wer den Kinofilm Wild Wild West gesehen hat, wird sich am ehesten etwas unter dieser Welt vorstellen können. Nur dass zusätzlich noch Dämonen, Geister und Magie Einzug in dieser Welt erhalten haben. Damit sich der Leser nicht vollkommen in der Geschichte verloren fühlt, wird diese immer wieder in Abschnitten des Buchs erläutert.

Warum dies allerdings in einem Dialog zwischen zwei Männern an einem Lagerfeuer geschehen muss, bleibt mir ein Rätsel, denn damit wird der Geschichte ihrer Spritzigkeit beraubt, mit der sie immer wieder punkten kann. So ist der Einstieg in die Welt recht gut gemacht und der Leser wird schnell mit den beiden Hauptfiguren der Story vertraut gemacht. Grey Torrance sieht zu, wie eine Horde Männer einem Sioux namens Thomas Schaut-Weg den Garaus machen möchte.


+++ Lineare Erzählung +++
Werden in vielen Büchern mehrere Handlungsstränge gesponnen, die sich irgendwann ineinander verweben, wird diese Geschichte recht linear erzählt. Der Leser bleibt jederzeit an der Seite von Grey bei seiner Sicht auf die Geschehnisse. Dieses Stilmittel bleibt aber oftmals ungenutzt. Hier hätte es viel öfter Überraschungen aus den anderen nicht erzählten Handlungen kommen können.

Der Leser ist direkt in der Geschichte, wird sogleich aber wieder gebremst, als er mit zahlreichen Informationen überhäuft wird, die nicht weiter erklärt werden. Auf der anderen Seite gibt es in dem Buch Passagen, in dem zu vieles nicht erzählt wird und dem Leser das Szenario nicht klar wird.
Aufgelockert wird die Geschichte durch zahlreiche Actionpassagen, die sich recht gut lesen lassen und sehr blutig sind. Am Ende bleibt ein Buch, in dem es einen stark schwankenden Spannungsbogen gibt. Von rasender Action wird man schnell ausgebremst, nur am dann direkt wieder nach vorn katapultiert zu werden.

Dem Verständnis der Geschichte ist es wenig zuträglich, dass vieles nicht erläutert wird und dass sich so manche Logiklücke auftut. Ich sehe bei vielen Büchern (und auch Filmen) über zahlreiche Logiklücken hinweg, wenn sie denn trotzdem zu unterhalten wissen. Hier gibt es aber zusätzlich noch einige Längen im Buch, so dass ich mich über weite Passagen hinweg in der Geschichte verloren gefühlt habe.


+++ Schräge Welten +++
Konfrontiert wird der Leser immer wieder mit sehr skurrilen Gegebenheiten. Zombies, Dinosaurier, Rieseninsekten: der Autor fährt ordentliche Geschütze aus der Welt der abgedrehtesten Monster auf. Allerdings vermittelt er den Eindruck, als würde die Welt auf physikalischen Effekten basieren, die wir aus der realen Welt kennen. Das nimmt der Geschichte etwas an Glaubwürdigkeit und Authentizität, so weit man bei einem solch schrägen Werk davon sprechen möchte.

Freunde von abgedrehten Szenarien werden hier allerdings aufgehen. Es viele herrlich schräge Maschinen, Waffen und Geschöpfe. Gleichzeitig fließt ordentlich Blut, so dass Zartbesaitete sicherlich dieses Buch nicht lesen sollten. Auch richtet sich das Buch eindeutig an eine erwachsene Leserschaft.


+++ Fazit +++
Freunde des Popcorn-Kinos in einer vollkommen abgedrehten Welt mit skurrilen Monstern, denen es wenig ausmacht, dass das ein oder andere Logikloch in der Geschichte klafft, können getrost zugreifen. Auch das nicht jede aufgekommene Frage beantwortet wird, sollte nicht von Belang sein. Alle anderen machen dann aber lieber einen Bogen um dieses Buch.