Die Ummauerte Stadt


Die Ummauerte Stadt

Artikel-Nr.: 9783944544984
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Kundenbewertungen zu Die Ummauerte Stadt

Anzahl der Bewertungen: 9
Durchschnittliche Bewertung: 4,3
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Spannende, aber auch drastische Dystopie
von am 28.11.2018
Nach einem Untergang der Welt wie wir sie kennen, gibt es nun zwei Schichten von Menschen. Die einen leben eingesperrt in der Ummauerten Stadt. Nur das Nötigste an Nahrung, Wohnraum und Sauerstoff wird ihnen von der Regierung zugeteilt. Die Regierungsmitglieder, ihre Familien, sowie die Arbeiter, die für sie tätig sind, leben dagegen im Wohlstand. Diese soziale Ungerechtigkeit führt dazu, dass es in der Ummauerten Stadt zu Aufständen kommt, denn wie es so treffend im Buch heißt:

„Und irgendwann paaren sich Wut und Schmerz zu einer emotionale Reaktion, die weit über dem liegt, was ein Mensch zu früheren Zeiten zu tun bereit gewesen wäre. Er vergisst dann alles. Seine Angst, seine Familie, sein Leben.“

So versuchen Jeremiah und Goran, sich diesem System zu wiedersetzen, die Menschen aus ihrer Abhängigkeit zu führen und entdecken dabei immer abstoßendere Details der Unterdrückung.

Das Buch ist unheimlich spannend und mitreißend, aber auf der anderen Seite durch seine realistischen und detaillierten Beschreibungen dieses Unrechts auch brutal und verschreckend. Für nicht so zart besaitete Liebhaber von düsteren Dystopien ist das Buch aber definitiv zu empfehlen.
Wie weit würdest Du gehen?
von am 23.02.2017
Und was würdest Du tun, wenn der Regierung immer neue Regeln einfallen?
Das Leben in der ummauerten Stadt ist streng geregelt. Es gibt Ausgangsperren, zugewiesene Nahrungsrationen und sogar der Sauerstoff ist nur in begrenzten Mengen für jeden zu haben. Eine eigene Wohnung? So etwas gibt es hier schon lange nicht mehr. Viele Menschen auf einem engen Raum, zusammengepfercht, so sieht die Zukunft aus. Und dann gibt es da Block 19. Hier lebt Jeremiah. Er ist ein Sammler, der sich immer wieder illegal nach draußen wagt um Sachen zu sammeln und ebenso von einer besseren Welt zu träumen. Zum Glück steht ihm hier der Bezirkskommunikator Goran zur Seite. Goran wechselt hierbei sogar die Seiten. Er geht in das Werk um von dort aus für seine Leute zu arbeiten. Jeremiah bleibt hingegen in der Stadt. Wird es den beiden gelingen am Leben in der Stadt etwas zu ändern? Und was ist der Preis hierfür?
Ich kann nur eines sagen. Das Buch ist echt beeindruckend. Immer wenn ich gedacht habe, schlimmer kann es nicht mehr werden, hat es der Autor geschafft noch einmal einen drauf zu setzen. An manchen Stellen musste ich echt schlucken. Und ich bin bestimmt nicht zart besaitet beim Lesen. Es ist so schrecklich zu lesen, was Menschen anderen Menschen antun nur dass es ihnen selbst ein bisschen besser geht und sie ihr Leben in Ruhe und mit einigen Annehmlichkeiten leben können. Wer dieses Buch gelesen hat, wird sich echt die Frage stellen? Kann so etwas in der Zukunft denkbar sein? Vielleicht sollte jeder mal überlegen, wie er so lebt und was er jeden Tag so tut! Manches in diesem Buch scheint mir gar nicht so weit her geholt. Ich kann hier gerne 5 Sterne geben und hoffe trotz Ende in diesem Buch, da dieses in bisschen offen ist, dass es eines Tages weiter gehen wird.
Guter Anfang
von am 06.02.2017
Zusammenbruch der Welt wie wir sie kennen. Die Kluft zwischen den einfachen Bürger und den Bessergestellten ist größer denn je. In der ummauerten Stadt gibt es zwei Viertel. Eines ist wie ein Ghetto angelegt. Die Menschen dort wohnen in Hochhäusern eingepfercht oder schmuddeligen Tiefgaragen. Sie sind von der Regierung völlig abhängig, da diese für die Verteilung von Nahrung und Sauerstoff zuständig ist. Im Gegensatz dazu wohnt die bessere Gesellschaft in einem geschlossenen Areal im Luxus. Jeremiah, wohnhaft im Ghetto, gehört zu den sogenannten Sammlern. Diese schleichen sich hinaus und suchen draußen nach Dingen, die man vielleicht noch gebrauchen könnte. Doch da dies streng verboten ist, werden die Gesetze immer fester geschnürt und Spitzel lauern überall.

„Die ummauerte Stadt“ ist eine düster gehaltene Dystopie. Der Autor schafft eine Atmosphäre, die die Hoffnungslosigkeit der einfachen Leute, sowie die Überwachung durch den Staat sehr stark aufzeigt. Von einigen Punkten sind wir eigentlich nicht mehr weit entfernt. Und dies dann so zu lesen ist noch erschreckender. Auch ist der Roman einer der wenigen, der mit keinem Happy End aufwarten kann. Das mag vielleicht komisch wirken, aber ich finde solche Bücher erfrischend in der Masse der Happy End Geschichten.

Für Leser die gerne düstere Dystopien lesen kann ich „Die ummauerte Stadt“ nur empfehlen. Für Leser, die mit schwerer und düsterer SF nicht viel anfangen können, rate ich eher ab von dem Werk. Ich allerdings bin überzeugt von dem Debüt Roman des Autors.

LG Zsadista
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