Phoenix - Tochter der Asche


Phoenix - Tochter der Asche

Artikel-Nr.: 9783944544069
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Kundenbewertungen zu Phoenix - Tochter der Asche

Anzahl der Bewertungen: 8
Durchschnittliche Bewertung: 4,5
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Ein Buch was mich nicht überzeugt hat.... (21.04.2017)
Klappentext und Cover haben mein Interesse geweckt. Es passt gut zur Geschichte und ist stimmig. Der Anfang ist gut, Travis Flucht vor den Drohnen, aber leider reichte das nicht, um mich vollends zu überzeugen.

Der Plot ist eigentlich sehr gut, nur leider mangelhaft umgesetzt. Mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm. Travi ist recht gut dargestellt, aber die anderen Nebenrollen gehen unter. Leon ist mir zu widersprüchlich. Mit ihm kam ich gar nicht zurecht.

Zwischen Anfang und Ende zog es sich teilweise so extrem, dass ich letztendlich fast aufhören wollte. Schade um die Idee, die wirklich gut ist. Die Dialoge waren oft nichtssagend. Es fiel mir schwer, der Geschichte zu folgen.


Eigentlich breche ich selten ein Buch ab. Aber dies ist eins davon gewesen. Vielleicht lese ich es nochmal weiter.
Eine tolle Geschichte um einen Phoenix (18.04.2017)
Ein Phoenix war zu Besuch und hat die Welt auf den Kopf gestellt. Nun herrscht wieder Ordnung und ich konnte meine Rezension auf höchst brennbarem Papier niederschreiben.

Inhalt:
1913 erschütterte Europa ein missglücktes Experiment, bei dem ein Drittel der Bevölkerung getötet wurde. Das Experiment sollen Seelenlose durchgeführt haben, die nach ihrem Tode zu Wesen aus dem Fantasyreich geworden waren. Die Saiwalo, eine überirdische Macht, mischt sich ein und baut, unterstützt von Nicholas Tesla, den am Boden liegenden Kontinent wieder auf. Im Jahr 2033 wird Hamburg nun von einer Mordserie erschüttert, eine Tat, die es dank des Überwachungsstaates kaum noch gibt. Leon werden die Ermittlungen übertragen und sein Verdacht fällt auf die geheimnisvolle Tavi, deren Besonderheit sie möglicherweise zum Täter macht. Die Jagd auf den Phoenix ist im vollen Gang.

Setting und Stil:
Hamburg in der Zukunft. Die Stadt ist in Sektoren aufgeteilt, die Kontinentalarmee wacht über Gesetz und Ordnung. Die Menschen gehen ihrer Arbeit nach und versuchen nicht aufzufallen. Unter ihnen befinden sich Seelenlose, die gnadenlos gejagt werden. Ein bedrückendes Szenario, das von Ann-Kathrin Karschnick stimmungsvoll und detailliert näher gebracht wird. Durch Tavi und Leon bekommen wir Einblick in beide Seiten und können hinter die Machenschaften der Saiwalo blicken. Futuristische Technik und übersinnliche Fähigkeiten werden gekonnt eingesetzt und fügen sich perfekt ins Setting ein.
Die Kapitel haben eine übersichtliche Länge und die Erzählsicht wechselt zwischen den Hauptcharakteren. Der Erzählstil ist angenehm bildlich und egal welche Situation sich gerade entwickelt, sie wird gekonnt fesselnd beschrieben.

Charaktere:
Tavi, eine sehr alte Phoenix, hat schon einiges in ihrem Leben erlebt, auf das mitunter auch angespielt wird. Trotzdem finde sie immer noch neue Aufgaben und Sinn für ihr Leben. Die Mordserie trifft sie persönlich und so nimmt sie nur zu gerne die Ermittlungen auf und wir blicken ihr dabei gerne über die Flügel.
Leon, der saiwalotreue Ermittler, dem Seelenlose ein Gräuel sind. Es ist zu vermuten, dass er seine Meinung überdenken muss. Und schon schnell beginnt man ihn auch ins Herz zu schließen und ihm die Daumen zu drücken, dass er den Fall gelöst bekommt, ohne allzu viel Unheil anzurichten.
Eine weitere große Rolle spielt die Hexe Katharina, die mit ihren Fähigkeiten den einen oder anderen guten Hinweis geben kann, ohne jedoch alles vorhersehen zu können.
Neben den Guten gibt es natürlich auch die Bösen. Der Täter bleibt schön lange im Verborgenen und es ist spannend mitzurätseln, welche Motivation er für die Taten hat. Die Saiwalo an sich sind eine über alles schwebende Bedrohung und ihre Ziele werden die Leser wahrscheinlich noch länger beschäftigen.

Geschichte:
Die Geschichte in ein bestimmtes Genre einzuordnen ist gar nicht so einfach. Romantasy trifft es nur zum kleinen Teil, Teslapunk und Dystopie bildet nur den Rahmen und Krimi betrifft einen Großteil der Handlung. Es ist also eine gewagte Mischung aus vielen Richtungen, die jedoch äußerst gelungen ist. Ausgewogen kommt jeder Fan seines Genres auf seine Kosten und als erster Teil einer Trilogie lässt er noch vieles für die Folgebände offen.

Fazit:
Ann-Kathrin Karschnick ist mit dem ersten Band der Phoenix-Trilogie ein sehr gelungener Einstieg in ihre Fantasy-Welt gelungen. Die Mischung verschiedener Genres überzeugt und fesselt und es ist schwer sich von Tavi und Leon zu lösen. Zum Glück kündigt sich der zweite Teil schon an. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen, euch von der Phoenix in ihre Welt entführen zu lassen und Hamburg von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Die Altersempfehlung ab 16 passt dank einiger weniger expliziter Szenen durchaus.
eine Mischung aus Dystopie und fantasy, die mich überzeugen konnte (09.04.2017)
Vor mehr als hundert Jahren hat ein Experiment die Weltordnung durcheinander geworfen und die Menschen mussten um ihr Überleben kämpfen. Als Rettung erschienen ihnen Saiwalo – Wesen einer anderen Existenzebene. Über Geisterwächter traten sie in Kontakt mit den Menschen Europas und halfen beim Wiederaufbau. Schon bald wurden sie zu den unumstrittenen Führern, die durch strikte Kontrolle und Unterdrückung herrschen. Den Menschen gegenüber zeigen sie sich gnädiger, doch die übernatürlichen Wesen werden von ihnen und ihrem System gejagt – sie brauchen deren unsterbliche Körper, um sich selbst Leben zu verschaffen. In dieser Welt versucht die Phoenix Tavi ihre verschwundenen Söhne zu finden, den jungen Nathan zu einem wilden Geisterwächter zu erziehen und den Menschen zu helfen. In Gefahr bringen sie die Morde, die in letzter Zeit in Hamburg geschehen – jemand hat es auf die Menschen abgesehen, die sie im Laufe der Zeit aus dem Feuer gerettet hat. Das bringt den Ermittler Leon auf ihre Spur, der erst lernen muss, die Phoenix als menschlich zu sehen.


Die Geschichte wird abwechselnd von Tavi und Leon erzählt. Dabei wird der Leser gleich mit der neuen Welt konfrontiert, die viel technischer anmutet, als gewohnt. So sind es Drohnen, Gyrokopter und Magnetschweber, die der Kontinentalarmee dazu dienen, die Menschen in ihren Bezirken unter Kontrolle zu halten. Sicherheitssysteme stehen hoch im Kurs, sodass das System gleich sehr unterdrückend wirkt. Zusätzlich dazu ist die Umwelt verschmutzt und das Leben wirkt düster. Wobei die Menschen noch das bessere Los trifft, als die Seelenlosen, wie hier die Hexen, Dämonen und Phoenixe genannt werden.

Die einzelnen Zusammenhänge und Erklärungen kamen erst nach und nach, sodass sich erst langsam ein Bild des großen Ganzen entwickelte. Das Experiment und seine Folgen blieben großteils im Ungewissen, während sich die Informationen zu den Saiwalo und ihren Motiven nach und nach ergaben.

Die Aufteilung der Erzählung auf Tavi und Leon brachte zwei sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen mit sich. Während sie die Ungerechtigkeit im System sieht und diese auch bekämpfen will, ist er ein Mitglied der Armee. Leon arbeitet hart dafür aufzusteigen und ist mit dem Wissen aufgewachsen, alle Seelenlosen seien böse. So stark ist dieses in ihm verankert, dass es ihm nichts ausmacht, Tavi anzugreifen und er im Gegensatz stolz darauf ist. Die Tatsache, dass er recht lange braucht, um seine Weltsicht zu überdenken, hat ihm in manchen Situationen Sympathiepunkte gekostet, da er immer wieder daran denkt, Tavi für seine Karriere zu opfern.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Dystopie und fantasy, die genau die Elemente vereint, die mir an beiden Genre gefallen: eine Gesellschaft, in der vieles nicht gut läuft; eine Kämpferin, die etwas verändern will; ein Systemanhänger, der erst überzeugt werden muss und dazu fantastische Wesen mit einem Hauch von Magie; eine aufkommende Liebesgeschichte und eine Menge Spannung. Alles zusammengemixt konnte es überzeugen.
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