Nulllinie


Nulllinie

Artikel-Nr.: 9783959626057
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Anzahl der Bewertungen: 13
Durchschnittliche Bewertung: 4,4
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Ein kleiner aber feiner Thriller
von Tii & Ana´s kleine Bücherwelt am 03.10.2017
Oscar ist ehemaliger Fremdenlegionär und harte Einsätze gewöhnt. Auf diesen Einsatz hat ihn aber auch seine komplette Kampferfahrung nicht vorbereiten können.
Trotz der Gewissensbisse verlässt er seine Familie, um seinen jüngeren Bruder Alain zu suchen.

Wir begleiten Oscar auf seiner Reise durch Osteuropa auf der Suche nach seinem Bruder. Als Fremdenlegionär scheut Oscar Gewalt nicht, um an Informationen zu kommen oder unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen.
Immer wenn er glaubt seinen Bruder aufgetrieben zu haben, werden ihm neue Steine in den Weg geworfen.

Der Reporterspürsinn von Alain hat ihm eine Geschichte eingehandelt, die ihm scheinbar über den Kopf gewachsen ist. Oscar verfolgt die Spur seines Bruders von Moldawien, nach Rumänien über Transnistrien in die Ukraine bis er schließlich in der Türkei landet.

An einer Stelle wird in dem Buch über "Die verschwundenen Menschen" geredet, die einfach weg sind, als wären sie vom Erdboden verschwunden und klar ist, was Alain entdeckt hat und über was er berichten wollte.

Eine Hetzjagd quer durch Osteuropa und immer scheint Oscar einen kleinen Tick zu spät zu sein.

Fazit:
Was als Suche nach seinem Bruder beginnt, wird auch eine Erzählung über die Menschen und die Lebensbedingungen in den o.g. osteuropäischen Ländern, in dem ganz klar Sozialkritik steckt und in dem nichts beschönigt wird. Bestechung von Militär und Polizei, die schlechten Lebensbedingungen der Leute und die Verzweiflung werden dargestellt. Die gesamte Situation hinterlässt einen schalen Geschmack im Mund.

In der Türkei, am finalen Ziel seiner Jagd, deckt Oscar dann das große Geheimnis auf und ich gestehe, damit habe ich nicht gerechnet.
Auch nicht mit der Verknüpfung, die sich daraus ergibt für das Leben von Oscar und seiner Familie...

Ein wirklich rasanter Thriller, der ein ganz besonderes Gimmick aufweist:
Nulllinie ist nicht nur der Titel, sondern es gibt auch eine Herzkurve, die immer wieder an Stellen des Buches auftaucht. Achtet beim Lesen mal auf diese Illustration.

Mich hat der Thriller für ein paar Stunden mit nach Osteuropa genommen auf eine wirklich rasante Schnitzeljagd mit einem für mich wirklich aufwühlendem Ende.
Die Frage, die mich ganz zum Schluss beschäftigt hat war die: Wie würdest Du jetzt mit diesem Wissen umgehen?

Der Schreibstil von Felix A. Münter ist flüssig und stimmig. Mit seiner Sprachwahl schafft er es, die Handlung voranzutreiben und einen als Leser zu fesseln.
Auf etwas mehr als 200 Seiten darf meine keine allzu ausgearbeiteten Protagonisten erwarten, aber es reicht absolut aus, um sich ein Bild der Figuren zu machen und eine Abneigung oder Zuneigung zu empfinden.

Eine klare Empfehlung für alle, die Actionthriller mögen, die nicht mit einem Mega Happy-End aufhören.
Erneut ein sehr spannender Thriller aus der Feder von Felix A. Münther mit unerwartetem Ende
von Anonymus am 11.08.2017
Protagonist Oskar, ein ehemaliger Fremdenlegionär, steckt in einer persönlichen Zwickmühle. Sein Bruder Alain, ein Journalist, ist nach Moldavien geflogen, um Nachforschungen anzustellen, zu denen er Oskar nichts Näheres erzählt hat. Oskar sollte eigentlich mit, ist aber zu Hause geblieben, weil seine Tochter schwer krank ist und erst vor kurzem ein Spenderorgan erhalten hat. Sie vereinbaren, dass Alain alle zwei Tage anruft. Als seine Anrufe ausbleiben und er nicht mehr erreichbar ist, entschließt sich Oskar gegen den Willen seiner Frau, nach Moldavien zu fliegen und seinen Bruder zu suchen.

Es beginnt eine Odyssee, während der sich Oskar intriganten Soldaten, Drogenbossen, geldgierigen Menschen und anderen Individuen, denen man niemals begegnen möchte, gegenüber sieht.

Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Den Schreibstil finde ich absolut klasse. Er ist fließend zu lesen und gab mir das Gefühl, mit Oskar buchstäblich durch die Ostblockstaaten zu hasten. Die Spannung bleibt bis zum Schluss nicht nur erhalten, sondern steigert sich von Seite zu Seite. Ich als Leser hatte dadurch das Bedürfnis, sofort das nächste Kapitel zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht.

Die Geschichte ist insgesamt durchdacht, logisch, überraschend und absolut spannend und fesselnd und hat somit alles, was ein guter Thriller braucht. glaubwürdig und ist absolut schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und entwickeln sich in der Geschichte auch ständig weiter. Das Ende war für mich überraschend, und das finde ich absolut klasse.

Ich gebe dem Roman daher verdiente 5 von 5 Sternen und eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung. Spannung ist garantiert.
Wirklich gelungenes, spannendes Buch
von Anonymus am 08.08.2017
In Nulllinie geht es um Oscar und seine Familie.

Oscar ein ehemaliger Fremdenlegionär lebt mit seiner Familie in Frankreich. Seine Tochter ist krank, sie hat Mukoviszidose, und benötigte aufgrund der Erkrankung eine neue Lunge. Durch Glück erhielt sie diese und versucht nun mit dieser neuen Lunge ein einigermaßen normales Leben zu führen.
Soweit der Einstieg in das Buch. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht mal ansatzweise erahnen in welche Richtung das Buch führen soll.

Dann folgt der richtige Einstieg in die Story.
Oscar wollte eigentlich seinen Bruder Alain nach Moldavien begleiten. Alain ist Journalist und wollte vor Ort Recherchen vornehmen. Durch die OP bei seiner Tochter entschied sich Oscar zu Hause bei Frau und Kind zu bleiben, nahm Alain jedoch das Versprechen ab, sich regelmäßig zu melden.
Als eines Tages der erwartete Anruf ausblieb dreht Oscar vollständig durch und fliegt Hals über Kopf nach Moldavien um Alain zu suchen.

Während der Suche gerät er in so einige verzwickte Situationen. Er muss versuchen, irgendwie auf Alains Spur zu kommen und wird dort von Ort zu Ort geschickt, nur um ihn jedes mal knapp zu verpassen. Bis er letzen Endes auf die wirklich grausame Wahrheit trifft.

Felix A. Münter schafft es sehr lebendige Charaktere zu zeichnen. Oscar, als ehemaliger Fremdenlegionär ist so zwiegespalten. Einerseits der liebende Familienmensch und einerseits die gedrillte Tötungsmaschine. Seine Zeit bei der Legion lässt sich nicht verheimlichen, was ihm in diesem Fall wohl auch zu gute kommt.
Es gibt Szenen, die einfach nur brutal sind und ohne erkenntliche Emotionen passieren.

Zu Hause die kranke Tochter, die versucht die Starke zu spielen. Die verzweifelte und ängstliche Ehefrau/Mutter, die nicht mehr ein und aus weiß.
Die Journalistin Alina, eine Kollegin seines Bruders Alain. Eine anfangs ziemlich naive Person, die sich jedoch im Laufe der Geschichte doch ein wenig weiterentwickelt.


Wohin die Geschichte führt möchte ich gar nicht vorweg nehmen um nicht zu viel zu spoilern, jedoch ist das Buch wirklich leicht zu lesen und spannend geschrieben.
Das Ende fand ich ein wenig zu schnell und mich hat es nicht ganz zufrieden gestellt. Aber es lässt dann ja doch irgendwie auf einen zweiten Teil hoffen :) Wer weiß...


Ein dennoch wirklich sehr gelungenes Buch, welches ich gerne gelesen habe.
Da mich auch der Schreibstil sehr überzeugt hat, wird es wohl auch nicht das letzte Buch von Felix A. Münter gewesen sein.
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