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Kundenbewertungen zu Die zweite Finsternis

Die zweite Finsternis
ab 5,99 €
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Die zweite Finsternis
 
E. S. Schmidt

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Anzahl der Bewertungen: 6
Durchschnittliche Bewertung: 4,7
Spannende und originelle Dystopie!
von Anonymus am 18.07.2017
Die Geschichte spielt 183 Jahre in der Zukunft. Nachdem ein Außerirdisches Raumschiff auf die Erde gestürtzt ist und Wesen (Reaper) frei gelassen hat die nahezu unbesiegbar sind, hat sich die Zivilisation stark verändert und die Menschen wurden beinahe ausgerottet. Die letzten überlebenden Menschen, haben sich in geschützte Städte begeben und werden von der Kirche und deren Obehäupter geführt. Ein normales Leben ist nicht mehr gegeben, da die Kirche alles und jeden kontrolliert. Es wurden Mönche gezüchtet, die einzige Waffe gegen die Reaper.
Das Leben und die Städte, sowie das Outback, wurden klasse beschrieben. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und jeder für sich überzeugt mit seinem einzigartigen Charakter.

"Die zweite Finsternis" hat knapp 500 Seiten und ich muss sagen, dass ich sie kaum bemerkt habe. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Worte sind gut gewählt und die Szenen hervorragend beschrieben. Für mich gab es keine Hänger und es kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Man ist gefangen in der Geschichte und möchte unbedingt wissen wie es ausgeht. Es gibt einige Vorhersehbare Szenen, aber auch ein paar interessante Wendungen die das Buch wirklich interessant machen.
Das ist wieder eines dieser Bücher, das ich auch gerne verfilmt ansehen würde.
Den einen Stern Abzug gibt es nur wegen dem Ende. Ich hätte mir gewünscht mehr über die Reaper zu erfahren. Wo kommen sie her? Wer waren die Außerirdischen? Was wollten sie auf der Erde? Fragen die leider offen geblieben sind.
Vielleicht schreibt die Autorin einen zweiten Teil?
Das Buch ist abgeschlossen aber bietet Platz für eine Fortsetzung. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen und würde es auch sofort lesen wollen.
E. S. Schmidt, konnte mich vollends überzeugen und diese Autorin kommt in jedem Fall auf meine Liste "Lieblingsautoren"

Ich vergebe daher 4 satte Sterne ud eine klare Kaufempfehlung für all diejenigen die gerne einen Dystopie-Roman im Mad Max Stil lesen wollen.
Packende Dystopie!
von Anonymus am 16.05.2017
Das Buch "Die zweite Finsternis" von E. S. Schmidt ist 480 Seiten lang und beim Papierverziererverlag erschienen.
Das Buch gibt es als Print- und Ebookausgabe.

Die Ebookausgabe ist übersichtlich gestaltet und sehr gut zu lesen.

Die Menschheit und die komplette Welt sind nicht mehr das was sie einst waren, nachdem ein außerirdisches Raumschiff auf dem Planeten abgestürzt ist und seine gefährliche Fracht freigibt. Reaper – telepathische Raubechsen, groß wie Löwen, mit enormer Reproduktionsfähigkeit überschwemmen den Planeten. Sie sind unersättlich und ihre neue Nahrungsquelle sind Tiere und Menschen. Die Überlebenden verstecken sich hinter Mauern und nur genetisch optimierte Krieger, Mönche die in Orden zur strengen Disziplin und Gehorsam abgerichtet werden, können gegen diese Bestien bestehen. Unter ihnen befindet sich Bruder Kaleb, der eine Gefahr vernimmt, die weit größer scheint als die Reaper und welche nicht nur die Orden und die Menschheit an sich zu bedrohen scheint, sondern auch den einzigen Menschen, für den er sein Gelübde brechen würde.

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und trotz seiner Länge war ich unverhofft schnell am Ende und traurig als es zu Ende ging. Das hab ich nicht oft bei einem Buch, dass es mich so fesselt, in seine Welt zieht und nicht mehr freigibt. "Die zweite Finsternis" könnte meiner Meinung nach auch einen total genialen Film abgeben und sie ist durchaus für eine Fortsetzung geeignet.

"Also lieber Autor, wenn du meine Rezension liest, dann bitte ich dich hiermit, schreib noch eine Fortsetzung!"

Eine bedrohliche, bedrückende Welt in die man hinab taucht wenn man bereits die ersten Seiten hinter sich lässt mit actionreichen Kampfszenen. Immer weiter versinkt man in der Finsternis. Emotionsgeladen und bildgewaltig schafft es der Autor den Leser zu fesseln. Nicht eine Seite wurde langweilig, im Gegenteil, die Spannung steigt bis zum Ende und gibt den Leser auch auf der letzten Seite noch nicht frei. Das Werk hat mich immer wieder überrascht und in die finstersten Ecken meines Geistes und meiner Vorstellungskraft gezogen. Ich hab schon sehr viel gelesen und einige Erfahrungen gesammelt, so dass ich dachte mich kann nicht mehr viel aus der Fassung bringen. Aber der Autor schlägt teilweise Richtungen ein, hat Gedanken und Ideen verwoben, die mir nicht mal im Traum eingefallen wären. Naja, vielleicht in einem sehr üblen Alptraum. Das war absolut horizonterweiternd für mich und gab mir noch einmal ganz neue Denkanstöße. Für mich ein absolut geniales Werk!

Fazit: Eine bedrohlich, bedrückende Welt, actionreiche Kampfszenen, tiefe Emotionen und Spannung bis zur letzten Seite. Das Buch zieht einen in die tiefste Finsternis des eigenen Geistes und schenkt neue Denkanstöße. Alptraumhafte Horizonterweiterung ist garantiert. Von mir eine außerordentliche Leseempfehlung!
Ein Ausblick in eine düstere Zukunft
von Anonymus am 23.02.2017
Kaleb ist Mönch. Er wurde dazu ausgebildet gegen die Reaper zu kämpfen. Bei Reapern handelt es sich um Reptilien aus einer anderen Welt, die nur ein Ziel haben: Fressen! So leben wir in einer Zeit fressen und gefressen werden. Immerhin haben es die Reaper schon geschafft die Menschen in 19 Städte zu treiben. In einer solchen Stadt lebt es sich alles andere als bequem. Es geht sehr eng zu und somit kommt es auch zwischen den Menschen zu Reibereien. Zum Glück gibt es da noch mehr Leute, die einem Hoffnung machen. Eunice hilft anderen Frauen ihre Kinder zu gebären. Auch Kalebs Ausbildung war sehr speziell. Er wurde gelehrt seine Gedanken zu verstellen und er kann die Gedanken eines Reapers lesen, wenn er diesen berührt. Aber es gibt auch noch Ketzer. Diese nehmen Nachtmilch, ein Sekret, welches von Reapern hergestellt wird, zu sich und verehren die Reptilien.
Der Kampf ums Überleben wird immer härter, da die Reaper wieder angreifen. Aber dieses Mal ist alles anders. Wer kann Reapern auf einmal Befehlen erteilen? Und gäbe es nicht schon lange eine Waffe gegen die Reaper? Kaleb muss sich einer tödlichen Mission stellen und bekommt unerwartet Hilfe.
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Die düstere Stimmung, die in den Städten herrscht, kommt sofort beim Leser an. Die Reaper werden gerade gut genug beschrieben, dass sich jeder Leser sein eigenes Bild machen kann. Die Geschichte ist auch flüssig geschrieben. Am Anfang dauert es vielleicht ein paar Seiten bis man sich auf die anderen Welt eingestellt hat, aber ist man erst man drin, will man nicht mehr raus und leidet mit den Helden in diesem Buch. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne!
Kirchenstaat gegen Alien-Monster - düstere Zukunftsaussichten
von Anonymus am 06.02.2017
Ich muss sagen, es ist eine grandios erzählte Geschichte. Die Charaktere sind mir vor meinem geistigen Auge sehr lebendig erschienen. Die Geschichte liest sich flüssig und braucht keine umständlichen Erklärungen. Sie spielt in einer nicht zu fernen Zukunft der Erde, auf der gefährliche außerirdische Raubtiere gestrandet sind, die nur von genetisch „modifizierten“ Menschen, den Mönchen, bekämpft werden können. Es spielt in Amerika, in wenigen noch erhaltenen Städten und dazu gehörenden Lehen, gut befestigte Dörfer, in denen die Menschen leben, die die Stadtbewohner mit notwendigen Lebensmitteln versorgen.
Philadelphia ist eine der befestigten Städte, die die Schlachten gegen die Reaper überstanden haben. Dort hat sich eine Führungselite gebildet, in der Intrigen und Missgunst an der Tagesordnung stehen. Ein Teil der Sicherheitskräfte der Stadt lassen sich die Verteilung der knapp bemessenen Ressourcen durch Bestechung gut bezahlen. Beliebte Tauschmittel sind selten gewordene Gegenstände und Lebensmittelmarken.
Das einzige anerkannte Buch darf von dem einfachen Volk nicht einfach gelesen werden. Nur wenn ein Mitglied des Klerus dabei ist, ist die Lektüre erlaubt. Kinder bekommen Namen, die in diesem Buch verzeichnet sind. (Da der Buchdruck nach der Invasion der außerirdischen Raubechsen vollständig zum Erliegen gekommen ist, kann es sich fraglos nur um das Buch handeln, das uns heutzutage noch als Bibel bekannt ist.) Der Glaube setzt sich mittlerweile aus verschiedenen Facetten früherer Religionen zusammen. Auch die Traditionen und Riten haben sich vermischt.
Eunice ist die Tochter des Bischofs in Philadelphia, der seine Tochter als unfruchtbar erklärt hat, um ihr das Schicksal ihrer Schwester zu ersparen, die ins Exil gehen musste, nachdem eine genetische Anomalie an ihr festgestellt wurde. Sie ist die oberste Heilerin von Philadelphia, die die Kranken aller Klassen aufopferungsvoll pflegt. Außerdem unterstehen ihr die Hebammen, die sich um die Geburten der Erwählten kümmern, die nur von den heiligen Müttern geboren werden können. Aus diesen Erwählten werden die Mönche, die gegen die Reaper bestehen können und ganz besondere Fähigkeiten haben.
Kaleb ist einer der Mönche, die in Philadelphia im Konvent leben. Als in einem der Lehen Reaper-Sichtungen gemeldet werden, wird er los geschickt, um diesen Sichtungen nachzugehen. Der Bischof sendet Kaleb, da dieser aus dem Lehen Selimsburg stammt, in dessen Nähe auch seine zweite Tochter im Geheimen lebt. Auf seiner Fahrt nach Selimsburg begegnet er einer jungen Frau und kann sie gerade noch vor einer kleinen Gruppe Reaper retten. Die beiden verbringen die Nacht in einem verlassenen Haus, in das weitere Reaper eindringen, die Kaleb wiederum besiegen kann. Am nächsten Tag kann er jedoch nicht verhindern, dass die Reaper die junge Frau mit sich nehmen. Ein sehr merkwürdiges Verhalten für diese Wesen, da sie normalerweise nicht in Gruppen jagen, und schon gar keine Menschen verschleppen. Kaleb begibt sich sofort nach Selimsburg um seine Erfahrungen nach Philadelphia zu funken und um Hilfe zu bitten. Er widersetzt sich der Anweisung sofort zurück zu kehren und folgt den Spuren der Reaper durch den Wald, um die junge Frau zu retten. Begleitet wird er von seinem leiblichen Sohn, der nicht weiß, dass er seinen biologischen Vater vor sich hat.
Unterdessen wird Eunice los geschickt, um ihren Bruder zurück zu holen, der heimlich der Gruppe Mönche gefolgt ist, die ausgesandt wurde, die Reaper bei Selimsburg zu jagen und den Vorkommnissen nachzugehen.
In Philadelphia wird ein Relikt gestohlen, das in der Kapelle ausgestellt wurde. Es ist ein Teil eines außerirdischen Gerätes, dessen Nachbauten zur Abwehr der Reaper dienen. Eingeweihte vermuten, dass man aus den bisher bekannten Einzelteilen eine mächtige Waffe zur Bekämpfung der Außerirdischen bauen kann. Allerdings ist dies nicht bewiesen, da es nie jemand versucht hat. Die Waffe könnte auch den Mönchen schaden, da diese zum Teil mit Reaper-Genen ausgestattet sind und empfindlich auf die Technologie reagieren, die bereits eingesetzt wird. Eine Waffe aus allen Komponenten könnte auch den Mönchen sehr schaden und wäre in den falschen Händen eine Katastrophe für die Städte. Dies finden Kaleb und seine Mitstreiter nach und nach heraus und es beginnt ein Wettlauf um die Bauteile gegen die Anhänger der Reaper, die als Ausgestoßene leben und Pläne verfolgen, die bisherige Weltordnung zu zerstören und sich die anderen Menschen untertan zu machen.
Ein Kampf Gut gegen Böse ist schlussendlich unausweichlich. Das Buch liest sich sehr gut und wird immer spannender. Die Autorin hat eine neue Welt erschaffen, in der der Kampf ums Überleben nicht von Naturkatastrophen bestimmt wird, sondern davon, wie gut die Menschen gegen einen neuen Feind zusammen arbeiten. Verrat und Intrigen inklusive. Zart besaitete Gemüter sollten von der Lektüre allerdings abstand nehmen, da es in der Zukunft ziemlich brutal zugeht.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Die Menschheit ohne technische Errungenschaften
von Anonymus am 14.01.2017
Zu Zeiten des kalten Kriegs hieß es oftmals, dass wenn es zu Krieg kommt, sich die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen. Aber was passiert, wenn eine andere Katastrophe dazu führt, dass die technischen Errungenschaften der Neuzeit nicht mehr nutzbar sind?

Das ist das Szenario von „Die zweite Finsternis“. Ein katastrophaler Zufall möchte es, dass auf der Erde außerirdische Wesen landen, die die Menschheit massiv dezimieren. Wie es zu dieser Katastrophe gekommen ist, spielt für die Geschichte weniger die Rolle. Vielmehr konzentriert sich der Plot auf das Leben, das nun auf der Erde existiert.
Angesiedelt ist die Handlung auf dem nordamerikanischen Kontinent, wobei ich persönlich es sogar besser gefunden, wenn die Geschichte in Europa platziert worden wäre. Es passt mehr zur Geschichte des Landes, dass eine Kirche, die massiv auf christliche Ursprünge zurückgreift, das Zepter in die Hand genommen hat.
Der erste Teil des Buch konzentriert sich stark darauf, das Leben und die Gesellschaft zu beschreiben. Auch wenn an der ein oder anderen Stelle ein wenig zu dick aufgetragen wird, entsteht ein stimmiges Bild, das allerdings im Verlauf der Geschichte zunehmend in den Hintergrund rückt.
Nach und nach rücken die gesellschaftlichen Aspekte in den Hintergrund und schleichend erhält die Action Einzug. Dabei wird auch auf eine explizite Gewaltdarstellung nicht verzichtet, so dass der Leser nicht zu zart besaitet sein darf.

Starke Charaktere
Zu Beginn des Buchs werden viele Handlungsstränge geschaffen, die sich nach und nach auf die einige Hauptfiguren konzentrieren. Dadurch entsteht durchaus eine Komplexität, die aber nie so überhand nimmt, dass es schwierig war, der Handlung zu folgen.

Die Hauptfiguren sind recht klar gezeichnet und handelt oftmals nachvollziehbar. Allerdings sind manche Nebenfiguren etwas blass geblieben, was aber nur an wenigen Stellen störend auffällt. Denn der Plot fokussiert sich später recht stark auf die Hauptfiguren.

Der Leser wird in diesem Buch mit allen menschlichen Facetten konfrontiert: Liebe, Hass, Intrigen, Kriege, Neid. Glücklicherweise aber immer realistisch und ebenso glücklicherweise wird auf eine seichte Liebesromanze verzichtet, die in der deutschen Literatur in letzter Zeit ein bisschen zu stark Einzug gehalten hat.

Gerade der zweite Teil ist recht actiongeladen und liest sich deutlich rasanter als der vordere Teil des Buchs. Der Spannungsbogen wird erst nur wenig gespannt und erreicht dann ungeahnte Höhen. Dabei ist der Schreibstil über das gesamte Buch recht angenehm.

Plötzlich Schluss
Und ist der Leser voll in Fahrt, wird er für mein Gefühl etwas zu unsanft gestoppt. Das Buch endet recht abrupt. Hier hätte der Ausklang ruhig etwas sanfter gestaltet werden können. Vielleicht lag dieser Eindruck auch an der ein oder anderen konstruiert wirkenden Szene, der im bisherigen Verlauf der Geschichte nicht so deutlich zum Vorschein getreten ist.

Fazit
Ein dystopischer Thriller mit einem erschreckenden Szenario. Wie die Katastrophe entstand ist für die Geschichte unerheblich. Das Buch konzentriert sich darauf, wie die Gesellschaft darauf reagiert und zeichnet ein Bild, das durchaus möglich sein könnte.

Natürlich gibt es einen nicht unerheblichen Science-Fiction-Anteil, der Einfluss auf die Menschheit hat. Aber genau das, macht das Buch anders und lesenswert. Auf jeden Fall ist das Buch eine Empfehlung wert und jeder, der sich gern Dystopien widmet, sollte einen Blick riskieren.
sehr interessante Idee, die überzeugend umgesetzt wurde
von Anonymus am 12.01.2017
183 Jahre in der Zukunft: Die Welt hat sich verändert. Der Absturz eines Raumschiffes über Kanada hat seine gefährliche Fracht entlassen – Reaper. Die instinktgesteuerten Riesenechsen haben alle Städte zerstört. Der Rest der Menschen lebt in den neunzehn verbliebenen Städten, die durch Mauern abgeriegelt sind und den dazugehörigen Lehen, die sie mit Nahrung versorgen. An der Spitze des Systems steht die Religion mit den erwählten Mönchen, die als einzige die Fähigkeit besitzen, die Reaper zu töten. Einer der Mönche ist Bruder Kaleb, der ausgesandt wird, Spuren von Reapern zu untersuchen, die nach Jahren die ersten sind, die sich in der Nähe eines Lehens zeigen. Als Kaleb dort ankommt, bemerkt er, dass die Reaper sich untypisch verhalten und will der neuen Bedrohung auf den Grund gehen.


Die Geschichte spielt im Zeitraum einer Woche. Der Prolog zeigt kurz die Ereignisse rund um den Absturz um dann schon Einblicke in die neue Welt zu geben und einige der Charaktere vorzustellen. Neben Kaleb ist es die Familie des Bischofs von Philadelphia, die im Vordergrund steht – und unter ihnen besonders die Heilerin Eunice, die mehr für Kaleb empfindet, als sie eigentlich sollte. Während der Leser durch Kaleb mehr über die besonderen Fähigkeiten der Mönche erfährt, ist es der Abschnitt, der in der Stadt spielt, der dem Leser die neue Gesellschaft näher bringt. Durch die Bedrohung und den Zusammenbruch des alten Systems hat sich eine neue, beherrschende Religion herausgebildet, die auf dem Christentum fußt. Dadurch kommen einige der christlichen Symbole wie auch Teile von Gebeten in neuem Kontext vor. Manche der diesbezüglichen Interpretationen fand ich sehr interessant.

Die Gesetze der neuen Religion bringen allerdings auch negative Seiten mit sich. So werden Ketzer rigoros bestraft. Die Tatsache, dass die Erwählten ihre besonderen Fähigkeiten durch eine bestimmte Genkonstellation erhalten, wird vom obersten Klerus genutzt, indem Mönche gezielt gezüchtet werden. Dass ihre Mütter dabei hochverehrt werden und die Bezeichnung „Heilige Mutter“ bekommen, macht die Tatsache nicht wirklich besser. So wird der Leser immer wieder damit konfrontiert, dass die Welt sich verändert hat und damit besonders auch die Werte, nach denen sich die Überlebenden richten. Anders als in anderen Endzeitbüchern ist es hier nicht Anarchie, die herrscht, sondern sehr strikte Regeln, die ich nicht immer gutheißen konnte.

Obwohl die Geschichte von einigen Anspielungen gespickt ist, die darauf hinweisen, wie gut es uns in unserer Zeit geht, haben sie mich eher zum Nachdenken gebracht und ich habe mich davon nicht belehrt gefühlt.

Während der Beginn auf die Änderungen in der Welt eingeht, die Charaktere einführt und die drohenden Gefahren aufzeigt, waren es die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen und ihren Handlungen, die mich im Laufe der Geschichte in ihren Bann gezogen haben. Kaleb und Eunice sind nur einige von ihnen. Sehr sympathisch waren mir auch die Bewohner des Lehens, die sich eine Eigenständigkeit bewahrt haben und nicht blind der Kirche folgen. Auch die Beweggründe der Gegner waren interessant. Dadurch, dass alle einen Abschnitt der Erzählung einnahmen, so unterschiedliche Szenarien für den Erfolg im Kampf gegeben wurden, konnte mich die Geschichte auch überraschen, da ich eigentlich mit anderen Szenen gerechnet hätte.

Fazit: Eine sehr gute Idee zum Endzeitthema wurde hier überzeugend umgesetzt – eine klare Leseempfehlung!