Vita


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Artikel-Nr.: 9783959620291
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Kundenbewertungen zu Vita

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Neues Lebenselixier? (15.04.2017)
Das Buch "Vita" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2016 im Papierverzierer Verlag.

Alles beginnt mit dem Untergang des Schiffes Glory, denn der hatte einen ganzen Jahresvorrat von Vita an Board. Mit dem Mangel an dem Treibstoff und Lebenelixier, und den beginnenden Kampf der industriellen Revolution beginnt die Mühe um Ruhe und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu sorgen. Ein Fixpunkt ist hier Friedenshüter Alexander McRoy.

Dem Autor gelingt es ein tolles Steampunkabenteuer zu zaubern. Mit dem sehr grummeligen, aber sympathischen Hauptprotagonisten Alexander McRoy erleben wir ein Erwachen neuer Macht und einen Kampf um Sicherheit und Ruhe in Blackwater. Obwohl Steampunk, kann man sich doch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen und man kann mit allen Beteiligten eine Geschichte erleben, welche einfach spannend und interessant zugleich ist. Auch mit geschichtlichen Zusammenhängen in Bezug auf die industrielle Revolution wurde nicht gespart. Auch politische Machtgefüge werden immer wieder aufgegriffen und versucht zu erklären, wie es zu einem solchen Verhalten der Macht kommen konnte.
Alexander McRoy ist Friedenshüter und geht in seiner Aufgabe der Umsetzung seiner Befehle, voll und ganz auf. Man fühlt die Dienstbefließenheit und den Willen, die Arbeiter zum Protestaufgabe zu zwingen und einen geregelten Ablauf in Sinne der Stadt herzustellen. Er steht zu seinem Wort, egal auf welcher Seite derjenige steht, mit dem er den Deal abschließt, denn ab und zu muss man abwägen, wie weit man mit oder ohne diese Information kommt. Dass ihn das fast in den Abgrund befördert, wird erst später sehr markant wahr.
Die Sprach- und Wortwahl sind sehr klar und die Geschichte somit sehr flüssig und locker zu lesen. Man kann sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, was nicht zuletzt an dem Protagonisten Alexander McRoy liegt. Auch die inneren Zweifel, die er mit sich ausficht, machen ihn zu einem sehr sympathischen und guten Protagonisten. Die Kapitellängen sind zwar lang, aber eben durch die sehr spannungsgeladene Geschichte, eine Leichtigkeit durch diese hindurch zu fliegen.

Jeder, der noch nie Steampunk gelesen hat, aber sich gerne einmal an einem Stück dieses Genres ausprobieren möchte, ist mit diesem Werk von Felix A. Münter sehr gut beraten. Denn es behandelt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern beleuchtet auch die Situationen der industriellen Revolution und deren Politik.
Begeben Sie sich auch nach Blackwater und entdecken sie mit Alexander McRoy das Leben und Wirken von Vita.
Spannend mit einem erschütternden Geheimnis (24.03.2017)
"Vita" gehört wohl recht eindeutig ins Steampunk-Genre, was anfangs allerdings nicht unbedingt offensichtlich ist. Die Handlung beginnt etwas zäh und ich hatte auf den ersten Seiten etwas Probleme mit dem Schreibstil, der mir zu detailliert, abgehakt und emotionslos vorkam. Das gab sich mit der Zeit allerdings, vor allem die Dialoge lasen sich flüssig und wirkten gut durchdacht. Auch die Beschreibungen von Blackwater rufen schließlich ein sehr lebhaftes Bild der Stadt hervor, die durch rege Industrialisierung kennzeichnet ist.

Der Protagonist, Friedenshüter Alexander McRoy, war mir zuerst nicht allzu sympathisch. Als ehemaliger Soldat hält er sich sehr strikt an Befehle und setzt das Recht mit allen Mitteln durch. Erst im Laufe der Handlung wandelt sich seine Einstellung und er denkt und handelt auch mal selbstständig und nach moralisch vertretbaren Maßstäben.

Im ersten Drittel bleibt auch noch unklar, wohin sich die Geschichte entwickelt. Dass Vita, der neue Energielieferant, der Blackwater zu einer Industriemetropole entwickelt, eine bedeutende Rolle spielt, merkt man allerdings schnell. Doch wie eng Vita mit den Streiks, der Sabotage und den Anarchisten zusammenhängt, offenbart sich nur nach und nach. Für meinen Geschmack hat der erste Höhepunkt und damit die drastische Wendung der Handlung etwas zu lange auf sich warten lassen, war aber eine echte Überraschung. Leider ging es danach etwas vorhersehbar weiter und man wusste schnell, worin das Ende ungefähr bestehen würde. Das hat den Lesespaß allerdings nur geringfügig geschmälert, war das Vita-Geheimnis und die viele Action doch sehr überzeugend und gekonnt mit leichter Gesellschaftskritik und dem Ringen nach Macht und Reichtum gemischt.

Das Ende ist offen, endet mit einem Cliffhanger und lässt Raum für eine mögliche Fortsetzung.

Fazit: Insgesamt konnte mich "Vita" überzeugen. Spannung, Action und ein erschütterndes Geheimnis runden die Geschichte ab. Die Vorhersehbarkeit und der zähe Beginn sind da zu verzeihen.
Vita - spannend und man fragt sich wozu ist der Mensch fähig? (13.03.2017)
Das Äußere:
Ein Cover mit der Bezeichnung Vita und einem Sheriff-Stern mit dem Wort Blackwater erinnert an einen Western…wer das allerdings vermutet, denkt mal komplett falsch!

Der Inhalt:
Ich lese gern Thriller und Krimis und daher zog mich der folgende Klappentext an.

»Mit Vita in ein besseres Morgen!« Fortschritt ist unaufhaltsam. Und Vita ist der Katalysator des Fortschritts. Durch die mysteriöse Substanz ist es dem Stadtstaat Blackwater gelungen, seine Vormachtstellung in der Welt auszubauen und zu behaupten. Doch der Untergang der Glory, einem Frachter mit der Jahresproduktion Vita an Bord, bedroht die Zukunft der aufstrebenden Stadt. Friedenshüter Alexander McRoy wird bei seinen Ermittlungen in Ereignisse verstrickt, die erschütternder nicht sein könnten … »Vita ist Fortschritt!«

Man steigt in eine Welt ein, in der Gewalt, Rohheit und Ausbeutung in der Bevölkerung vorherrscht.
Die Reichen leben in ihrer Welt und nutzen Mittel und Wege ihre Ziele zu verwirklichen.
Das Umfeld ist real und vorstellbar gestaltet.
In dieser Welt lebt ein Friedenshüter welcher aufgrund seiner Erfahrungen und persönlichen Art auf den ersten Blick nicht zum strahlendem Helden mutiert.
Zu ihm gesellt sich ein Partner mit eigenen Ecken und Kanten.
Beide ergänzen sich gut.
Kurzum die Personen polarisieren.
Der Stadtstaat Blackwater wird mit einer Energie (Vita) versorgt, welche ihres gleichen sucht.
Durch ein Unglück verliert Blackwater einen Jahresvorrat der Energie.
Das führt zu Stillstand in Fabriken und Armut in der Bevölkerung.
Eine Eskalation ist damit vorhersehbar.
Die arme Bevölkerung bangt ums Überleben und die Oberen feiern.
Das das nicht so bleiben kann ist klar.
Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht und durch den stetig ansteigenden Spannungsborgen konnte man gar nicht aufhören zu lesen.
Mir gefiel gut, daß das Buch einen ungeahnten Realitätsbezug zur Vergangenheit und Gegenwart besitzt und einen über die Spezies Mensch nachdenken lässt.
Eine Auflösung im Buch gibt es, allerdings nicht wie erwartet.
Ein kleines Manko hat das Ende….also Herr Autor….da geht noch etwas ;o)

Das Fazit:
Ein flüssiger Schreibstil, ein interessantes nicht berechenbares und actionreiches Buch.
Die Thriller und Krimielemente gefielen mir sehr gut.
Ebenso das Befassen mit der Steampunk Thematik mit der ich bisher keinerlei Berührungspunkte hatte.
(M)eine klare Leseempfehlung!
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