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Kundenbewertungen zu Die Ummauerte Stadt

Die Ummauerte Stadt
2,99 €
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Die Ummauerte Stadt
 
Jan Reschke

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Anzahl der Bewertungen: 8
Durchschnittliche Bewertung: 4,3
Wie weit würdest Du gehen?
von Anonymus am 23.02.2017
Und was würdest Du tun, wenn der Regierung immer neue Regeln einfallen?
Das Leben in der ummauerten Stadt ist streng geregelt. Es gibt Ausgangsperren, zugewiesene Nahrungsrationen und sogar der Sauerstoff ist nur in begrenzten Mengen für jeden zu haben. Eine eigene Wohnung? So etwas gibt es hier schon lange nicht mehr. Viele Menschen auf einem engen Raum, zusammengepfercht, so sieht die Zukunft aus. Und dann gibt es da Block 19. Hier lebt Jeremiah. Er ist ein Sammler, der sich immer wieder illegal nach draußen wagt um Sachen zu sammeln und ebenso von einer besseren Welt zu träumen. Zum Glück steht ihm hier der Bezirkskommunikator Goran zur Seite. Goran wechselt hierbei sogar die Seiten. Er geht in das Werk um von dort aus für seine Leute zu arbeiten. Jeremiah bleibt hingegen in der Stadt. Wird es den beiden gelingen am Leben in der Stadt etwas zu ändern? Und was ist der Preis hierfür?
Ich kann nur eines sagen. Das Buch ist echt beeindruckend. Immer wenn ich gedacht habe, schlimmer kann es nicht mehr werden, hat es der Autor geschafft noch einmal einen drauf zu setzen. An manchen Stellen musste ich echt schlucken. Und ich bin bestimmt nicht zart besaitet beim Lesen. Es ist so schrecklich zu lesen, was Menschen anderen Menschen antun nur dass es ihnen selbst ein bisschen besser geht und sie ihr Leben in Ruhe und mit einigen Annehmlichkeiten leben können. Wer dieses Buch gelesen hat, wird sich echt die Frage stellen? Kann so etwas in der Zukunft denkbar sein? Vielleicht sollte jeder mal überlegen, wie er so lebt und was er jeden Tag so tut! Manches in diesem Buch scheint mir gar nicht so weit her geholt. Ich kann hier gerne 5 Sterne geben und hoffe trotz Ende in diesem Buch, da dieses in bisschen offen ist, dass es eines Tages weiter gehen wird.
Guter Anfang
von Anonymus am 06.02.2017
Zusammenbruch der Welt wie wir sie kennen. Die Kluft zwischen den einfachen Bürger und den Bessergestellten ist größer denn je. In der ummauerten Stadt gibt es zwei Viertel. Eines ist wie ein Ghetto angelegt. Die Menschen dort wohnen in Hochhäusern eingepfercht oder schmuddeligen Tiefgaragen. Sie sind von der Regierung völlig abhängig, da diese für die Verteilung von Nahrung und Sauerstoff zuständig ist. Im Gegensatz dazu wohnt die bessere Gesellschaft in einem geschlossenen Areal im Luxus. Jeremiah, wohnhaft im Ghetto, gehört zu den sogenannten Sammlern. Diese schleichen sich hinaus und suchen draußen nach Dingen, die man vielleicht noch gebrauchen könnte. Doch da dies streng verboten ist, werden die Gesetze immer fester geschnürt und Spitzel lauern überall.

„Die ummauerte Stadt“ ist eine düster gehaltene Dystopie. Der Autor schafft eine Atmosphäre, die die Hoffnungslosigkeit der einfachen Leute, sowie die Überwachung durch den Staat sehr stark aufzeigt. Von einigen Punkten sind wir eigentlich nicht mehr weit entfernt. Und dies dann so zu lesen ist noch erschreckender. Auch ist der Roman einer der wenigen, der mit keinem Happy End aufwarten kann. Das mag vielleicht komisch wirken, aber ich finde solche Bücher erfrischend in der Masse der Happy End Geschichten.

Für Leser die gerne düstere Dystopien lesen kann ich „Die ummauerte Stadt“ nur empfehlen. Für Leser, die mit schwerer und düsterer SF nicht viel anfangen können, rate ich eher ab von dem Werk. Ich allerdings bin überzeugt von dem Debüt Roman des Autors.

LG Zsadista
Ein spannendes Buch, aber nichts für schwache Nerven!
von Anonymus am 26.01.2017
Mein Dank geht an den Papierverzierer Verlag und an den Autor Jan Reschke. Danke für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Auch dieses Buch habe ich im Zuge der laufenden Blogtour gelesen. Und was soll ich sagen? Dieses Buch ist anders, es ist erschreckend und schockierend aber lest selbst:
Cover:
Das Cover sieht interessant aus und macht auch ein bisschen neugierig. Man weiß nicht genau welche Geschichte sich dahinter versteckt und das hat einen bestimmten Reiz.
Der Schreibstil:
Erstmal habe ich eine Zeit lang gebraucht bis ich wirklich in die Geschichte hineingekommen bin. Anfangs hat sich die Geschichte ein bisschen hingezogen und hatte für mich keinen richtigen Höhepunkt. Aber nach einer bestimmten Zeit hat sich das gebessert und der Schreibstil war sehr flüssig.
Die Charaktere:
Jeremiah ist ein sehr komischer Charakter. Ich konnte ihn ehrlich gesagt nicht einschätzen und trotzdem mochte ich ihn. Auch wenn ich einige Handlungen nicht so ganz verstehen konnte haben wir viel über seine Gefühle erfahren und das hat gut in die Geschichte gepasst. Über seine Geschichte will ich nicht zu viel sagen, ich will nicht spoilern.
Die Geschichte:
Die Geschichte kommt langsam ins Rollen und man bekommt viele Infos über die Welt in der Jeremiah lebt. Die Stadt in der er lebt ist sehr gut beschrieben und ich konnte mir die Geschichte auch sehr gut vorstellen. Jedoch musste ich das Ende des Buches wirklich verdauen und das hat einige Zeit gedauert. Denn ich habe nach dieser Story viel erwartet aber definitiv nicht so ein Ende. Auch wenn es wahrscheinlich besser so war, ging das Ende doch ein wenig zu schnell! Und ehrlich gesagt ist das bewerten von diesem Buch ziemlich schwer.

Empfehlung:
Nichts für schwache Nerven!

Mein Fazit:
Auf jeden Fall schwer zu bewerten!

Meine Bewertung:
7/10 Bücher für Die ummauerte Stadt
Wahnsinnig guter Roman
von Anonymus am 24.01.2017
Zum Inhalt:
Jeremiah ist Sammler in dieser Welt, wo Menschen nur leben können wenn sie unter der städtischen Kuppelanlage leben. Sonst gibt es noch den geschlossen Bezirk und das Werk, wo man die nun übliche Nahrung bestehend aus Algen und Fleisch herstellt. Um diese in bestimmten Rationen den Menschen in der ummauerten Stadt zukommen lässt. Jeremiah als Sammler versucht aus der Außenwelt unter Einsatz seiner Lebens zusammen mit seinem Partner Frederick immer wieder Gegenstände wie zum Beispiel Stifte den Menschen in der ummauerten Stadt zubringen. Denn solche Sachen werden schon lange nicht mehr produziert. Leider mag die Regierung solche Aktivitäten gar nicht und schickt Soldaten in die Außenwelt und macht jagt auf die Sammler und tötet dabei dann Partner Frederick. Und so sieht Jeremiah jetzt doch sein Leben in Gefahr und sinnt über eine neue und ungefährliche Möglichkeit der Lebensgestaltung nach. Ihm kommt der Gedanken, dass man ja die Algenproduktion durchaus in die Hände der Menschen in der ummauerten Stadt legen könnte. Doch auch hier mag die Regierung keine Eigenverantwortung der Menschen und lässt die Waffen sprechen. Was passiert im Werk, denn immer wieder verschwinden Menschen aus Jeremiahs Umfeld. Also auch noch seine Freundin verschleppt wird, beginnt Jeremiah zu ahnen, da stimmt etwas nicht und fängt an der Sache um Algen und dem Verschwinden der Menschen auf der Grund zugehen. Und kommt furchtbaren Praktiken auf die Spur...

Meine Meinung:

Ohne Vorgeschichte wie es zum Leben der Menschen im Jahre 2034 kommt, kommt diese Geschichte des Autoren Jan Reschke locker aus. Denn er kann mit seinen zwei Handlungssträngen einfach die Leser und Leserin fesseln. Erste Handlungsstrang eine Person sitzt in einer Zelle und wird gequält und gefoltert. Keiner kann sagen, ob männlich oder weiblich alles wird fast erst am Ende geklärt. Zweiter Handlungsstrang Jeremiah und Goran, zwei Männer, die jeder für sich versuchen die Situation der Menschen in der ummauerten Stadt zu verändern. Und letzten Endes über sich hinaus wachsen. Sehr gut beschrieben greift der Autor hier eigentlich auch schon bei uns aktuelle Themen auf, wie allgemeiner Hunger, die ständige Zunahme der Kontrolle über Menschen und den Wahn der Wissenschaft. Dieser Wahn hat hier im Roman erschreckende Formen angenommen und beim Lesen kann sich schon eine Schockreaktion beim Leser oder der Leserin einstellen. Also bitte mit Vorsicht lesen, wenn man eher etwas zartbesaitet ist.

Da geht es schon hart zur Seite.


Zusammengefasst eine sehr spannende erzählte Geschichte, die eigentlich niemand gerne so erleben möchte. Aber einem zu Nachdenken anregt.....auf alle Fälle.
Erschreckend realitätsnah...
von Anonymus am 24.01.2017
"Ich kann nicht träumen. Nicht mehr hoffen. Nicht mehr leben oder das tun, was ich vorher Leben
Nun sitze ich auf meinem metallenen Bett, in Erinnerungen an vergangene Tage, und frage mich, ob ich noch leben will. Doch auch wenn ich mich gegen den Tod entscheide, dieser Raum ist kein Leben. Er ist die Hölle. Sie ist sechs Quadratmeter groß."
nannte. Damals. In irgendeiner Zeit. An irgendeinem Ort."

Worum geht es?

Die Zeiten sind düster. Stellt euch vor, es gibt keine richtige Nahrungsversorgung und dir bleibt nichts anderes übrig als den ganzen tag in deinen vier Wänden zu bleiben, sofern du welche hast.
Als Lebensmittel gibt es nur Algen oder Fleisch, aber dieses rationiert. Zum Duschen gibt es Marken, die dafür sorgen, dass man 3 Minuten lang sich waschen kann. 3x die Woche, nicht täglich.
Die Stromversorgung ist nicht stabil und Müll stapelt sich auf den Straßen.

Zur Mangelware ist auch Sauerstoff geworden und wenn du die Stadt verlassen und nach draußen willst, bekommst du diesen gibt auch nur auf Zuteilung.

Die Menschen in der Ummauerten Stadt haben alles verloren und jeder Versuch eines Widerstands macht es noch schlimmer. Auf eine Aktion der "Bürger", folgt eine Gegenreaktion der Regierung, welche noch Schlimmer ist. Widerspruch wird nicht geduldet und Zweifler am bestehenden System, die eventuell für Unruhen sorgen, braucht keiner. Die Regierung schreckt vor nichts zurück. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

Doch das ist kein Leben. Wie weit würdest du gehen, um für deine Freiheit zu kämpfen?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist düster ohne Ende und regt zum Nachdenken an. Wer also eher seichte Kost mag, ist hier falsch.

Das Buch wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt und man bekommt sowohl Einblick in das Leben von Jeremiah, dem Bezirksvorsteher Goran, dem Bewohner von Zelle 12 und der Regierung. Bei allen kristallisieren sich die unterschiedlichen Lebensbedingungen heraus und man sieht schnell, dass die Regierung und ihre Vertreter ein wesentlich angenehmeres Leben führen.

Schonungslos bekommt der Leser Einblick in das Leben der Menschen und diese sind alles andere als rosig. Teilweise sogar ziemlich brutal. Dieses Buch ist leicht verstörend und beeindruckend zu gleich.

Die Sprünge in den Kapiteln sind gelungen und meiner Meinung nach findet man sich gut im Buch zurecht, ohne verwirrt zu sein.

Kritikpunkt.: Ein Beleuchtung des Hintergrundes, warum alles so wurde, wie es war hätte ich ganz gefunden.

Fazit:
Für mich definitiv eine positive Überraschung, mit einem erschreckend realitätsnahen Szenario, dass so hoffentlich nie Wirklichkeit wird.
Krass ... einfach nur krass!
von Anonymus am 23.01.2017
Krass ... das ist das Wort, das mir nach der Beendigung der Geschichte als erstes in den Kopf schoss. Echt krass und doch hätte die Geschichte gar nicht anders enden können, oder doch? Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen.

Auch wenn man die Hintergründe, warum und wieso diese dystopische Welt in ca. 20 Jahren so ist, wie sie ist, nicht erfährt. Erhält der Leser einen sehr guten Überblick über die momentanen Verhältnisse und wie das Leben in den separierten Bereichen abläuft.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dabei so einiges an die geschichtliche Zeit der DDR erinnerte und später dann auch ein wenig an die Zeit des Nazi-Regimes. Geschichtliche Parallelen, die man nicht vergessen sollte. Es geht um Macht, Unterdrückung, Angst, Wut und Überlebenswille.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie haben ihre Ecken und Kanten und handeln im Großen und Ganzen für mich nachvollziehbar. Man merkt ihren Überlebenswillen, aber auch die Angst vor dem Ungewissen. Es gibt mehrere Erzählstränge vorwiegend in der personellen Erzählperspektive bis auf der- oder diejenige aus Zelle 12, welche/r aus der Ich-Perspektive erzählt. Den Hauptprotagonisten Jeremiah mochte ich sehr, wirkte authentisch und hat sofort mein Herz erobert.

Der schnörkellose Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch die recht häufigen Perspektivenwechsel, da die Kapitel recht kurz gehalten sind, hatte ich als Leser ein gutes Gefühl ständig auf dem Laufenden zu sein und mich mitten im Geschehen zu befinden. Die Umgebung war recht bildhaft beschrieben und konnte sie mir gut vorstellen. Es ist eher düster und grau dargestellt, verfallen und dreckig.

Von Anfang an wir ein Spannungsbogen aufgebaut, obwohl es doch eher darum geht, die Gegebenheiten dieser dystopischen Welt zu erklären, so richtig temporeich wird es dann im letzten drittel der Geschichte und obwohl ich mir schon so meine Gedanken über den Ausgang gemacht hatte, wurde ich das ein oder andere Mal überrascht. Natürlich hätte ich mir vermutlich ein andere Ende gewünscht und trotzdem hätte es gar nicht anders enden können.

Fazit:
"Die ummauerte Stadt" ist eine Dystopie, die verschiedene Parallelen zur menschlichen Geschichte aufweist und nicht nur zwischen den Zeilen zum Nachdenken anregt. Die liebevoll gezeichneten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein und nehmen den Leser auf eine Reise in Ungewisse und doch so Offensichtliche. Mir hat die Geschichte sowohl schöne als auch nachdenkliche Lesestunden beschert und kann sie gutem Gewissens weiterempfehlen.
erschreckend real
von Anonymus am 17.01.2017
~~Meinung~~

Das Cover finde ich gelungen, auch wenn es mich als Fantasyleser nicht so anspricht. Es sieht für mich mehr nach Science Fiction aus, aber nicht nach einer Dystopie, was es ja eigentlich ist.



~~Zum Inhalt~~

Es begann mit einer etwas verstörenden Szene in einer Zelle, in der eine Person gequält wird, mit der ich noch nicht so viel anfangen konnte.

Im nächsten Kapitel aber ging das Lesen leichter von der Hand, denn ich lernte Jeremaih kennen, welcher ein Sammler ist. Er sammelt Alltagsgegenstände, diese findet es außerhalb der ummauerten Stadt. Dies ist nicht immer ganz legal und auch mit Gefahren verbunden und in solch einer Gefahr befindet sich Jeremaih am Anfang der Geschichte.
So war es direkt spannend. Außerdem lernt man die Stadt, welche der Überrest eine frühere prachtvolle Metropole gewesen sein muss. Die Menschen leben auf engsten Raum und ihre Essen ist rationiert und auch dieser enge Raum reicht nicht aus. So teilen sich viele Menschen mehrere Räume und gehen Ehen ein ohne sich zu kennen. Alle, die erst mal keine Wohnung haben, müssen in Notdürftigen Unterkünften leben, welche mich an die Wellblechhäuser in Afrika erinnerten. Mir lief es da schon ein Schauer über den Rücken.



Im Verlauf der Geschichte beginnt Jeremia das System zu hinterfragen und möchte endlich etwas ändern. Koste es, was es wolle. Die Geschichte wird auch immer düsterer und strömt immer mehr ein beklemmendes Gefühl aus. Obwohl ich nicht in der Welt lebe, ist sie so real und greifbar. Immer mehr stellte ich mir die Frage, wie das alles passieren konnte und warum.

Durch die Perspektivenwechsel kommen Leute aus allen Schichten zu Wort, was einem einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der dort lebenden Menschen gibt.

Obwohl ich keine Beziehung zu einer Figur aufbauen konnte, fing ich an über die ummauerte Stadt und meine Welt nachzudenken und fand immer mehr Übereinstimmungen. Es war erschreckend. Genau dieser Faktor schaffte es, dass mich die Geschichte immer mehr interessierte.



Das Ende war für mich gelungen, aber für mich blieb einiges offen. Man erfährt nicht, wie es zu dem Ganzen gekommen ist. Jedoch spielt dies auch keine Rolle, es hätte mich nur sehr interessiert.



~~Schreibstil~~

Mit einem einfachen und schon fast nüchternen Schreibstil wird man in die erschreckende düstere Welt gezogen. Und es geht einem durch Mark und Bein. Ich kam nicht Drumherum, parallel zu unserer Welt zu ziehen.
An einigen Stellen fand ich es ein wenig sehr düster.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Jeremaih, Goran, dem Rat und der Person aus Zelle.





~~Fazit~~

Der Autor schafft es mit seinem besonderen Schreibstil die unverblümten Gefühle der Personen einzufangen und es einem erschreckend nahe zu bringen.

Dieses Buch lohnt es sich zu lesen, gerade weil es eine nicht so typische Dystopie ist.

Ich empfehle es jedem, wer mehr auf dunklen Seiten einer Dystopie eingehen will.



~~Bewertung~~

4 von 5 Traumwolken
erschreckende Zukunftsvision
von Anonymus am 15.01.2017
Die Welt hat sich verändert, die Versorgung mit Sauerstoff und grundlegenden Dingen ist nicht überall gewährt, sodass die Menschen in der ummauerten Stadt zusammengepfercht wurden. Während die Machthaber sich in den geschlossenen Bereich zurückgezogen haben und dort alle Annehmlichkeiten genießen können, leben die einfachen Leute – kontrolliert und unterdrückt von den Wachmännern und Soldaten – zu vielen in unzureichenden Wohnungen und Tiefgaragen, ihre Nahrungsmittelrationen, ihre Strom- und Wasserrationen sowie ihre Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt. Als die Bevölkerung immer unzufriedener wird, reagiert der Kanzler und der Rat mit weiteren Verordnungen und Androhungen von Gewalt. Der junge Jeremiah, der sich bereits mit seinen Expeditionen in die Außenbezirke in Gefahr bringt, gehört zu denen, die immer unzufriedener werden. Er entschließt, sich zu wehren. Dazu schließt er sich mit anderen seiner Gesinnung zusammen. Doch wohin wird ihn das führen und was ist er bereit dafür zu opfern?


Die Geschichte wird durch viele kurze Kapitel erzählt, die von unterschiedlichen Parteien an unterschiedlichen Plätzen bestritten werden. Neben Jeremiah und seinen Freunden im Wohnblock 19 kommen auch ihre Gegenspieler, die Machthaber, zu Wort. Daneben sind es die Wissenschaftler im Werk, das für die Nahrungsmittelversorgung zuständig ist und die Experimente an Menschen ausführen und ein unbekannter Gefangener in seiner Zelle, von dem unklar ist, ob es sich um Mann oder Frau handelt, die mich zum Spekulieren angeregt haben. Nicht nur diese Abschnitte sind es, die düster erscheinen. Auch die Beschreibung der Ummauerten Stadt und der prekären Wohnsituation dort haben ein schreckliches Bild abgegeben. Immer wieder wird der Verfall und das Elend angesprochen, sodass der Luxus im geschlossenen Bezirk sich noch deutlicher davon unterschied und eine Verschwendungssucht preisgab, die grotesk anmutete. Schon bald entwickelte ich eine schreckliche Theorie, was es mit der Gesellschaft dieser Welt auf sich hat. Dadurch wurde die ohnehin schon hoffnungslose Stimmung, die durch die Szenen vermittelt wurde, noch verstärkt. Die Einblicke in die besseren Bereiche haben mir zwar nicht sehr viel mehr Informationen gegeben, dafür aber die großen Unterschiede zwischen Privilegierten und Unterdrückten unterstrichen. Die Menschen erschienen rücksichtslos und nur an ihren eigenen Vorteilen interessiert. Nicht nur in dieser Situation, sondern auch in Bezug auf die Politik und die Foltermethoden hat mich die Geschichte über Episoden unserer Vergangenheit aber auch unserer Gegenwart nachdenken lassen. Dass dabei nicht die Glanzmomente im Vordergrund standen, lässt sich sicher aus meiner bisherigen Beschreibung der Erzählung schließen.

Das Buch ist keine typische Dystopie mit sympathischen, mutigen Helden, die sich gegen die Unterdrücker auflehnen und damit das System stürzen. Bis zum Ende hin blieb besonders die Identität des Gefangenen spannend, da sich meine Spekulationen diesbezüglich immer wieder änderten.