Steamtown - Die Fabrik


Steamtown - Die Fabrik

Artikel-Nr.: 9783944544359
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Kundenbewertungen zu Steamtown - Die Fabrik

Anzahl der Bewertungen: 6
Durchschnittliche Bewertung: 4,7
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Düster und derb - großartiger Steampunk Krimi! (10.07.2017)
Auf das Buch war ich richtig neugierig, weil ich schon die Fantasyreihe der Autorenbrüder T. S. Orgel über die Blausteinkriege kennen- und lieben gelernt habe. Der Ausflug ins Steampunk Genre war ein großer Anreiz, den in dem Bereich hab ich noch viel zu wenig gelesen.

Den Anfang empfand ich ehrlich gesagt etwas schleppend - aber vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Die Vorstellung zwei der Protagonisten zog sich irgendwie, obwohl ich dann festgestellt hatte, dass es gar nicht so viele Seiten waren, aber es war auch nötig, um ihr Verhalten im Verlauf zu verstehen.
Die große Schrift im Buch ist super - dafür waren die Zeilenabstände sehr eng, das erste Mal, das mir sowas auffällt. Das war zuerst etwas anstrengend, aber ich hab mich sehr schnell dran gewöhnt.

So, jetzt hab ich ein bisschen gemeckert, aber ich fand das Buch wirklich toll! Als ich nach dem etwas plätschernden Einstieg in die Geschichte reingekommen bin, konnte ich gar nicht mehr aufhören! Die drei Hauptcharaktere sind in ihrer eigenwilligen Art so toll beschrieben und mir auch ans Herz gewachsen, auch wenn sie jetzt keine wirklichen Sympathieträger sind.

Agent Eric von Valen ist noch am "nettesten". Ein junger Agent des Ministeriums, der seinen ersten Mordfall zu klären hat. Natürlich ist er noch unerfahren und unsicher in seinem Tun, aber entschlossen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Er gibt sich immer korrekt, aber er hat tief in seiner Erinnerung ein Geheimnis vergraben, das

Pater Siberius Grand - ein Mann der Kirche, aber ein gefallener Mann. Warum - darauf möchte ich hier nicht eingehen, das müsst ihr selbst herausfinden! Aber ich fand ihn einfach herrlich! Entgegen der Vorstellung eines "Gottesmannes" wirkt er vom Aussehen her eher wie ein Schläger und ist auch mit seinen knapp über 50 Jahren noch top in Form. Er sagt was er denkt und ist dabei auch mit seiner Wortwahl nicht zimperlich und handelt sich damit regelmäßig Ärger ein. Mit seinem Auftreten schafft er sich seinen "Platz" und seinen Respekt, hat aber auch eine vortreffliche sarkastische Ader.

Der dritte im Bunde, der den Mordfall aufklären soll ist der Forensiker Mister Ferret. Er kommt sehr unscheinbar und unauffällig daher, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit einem gleichgültigen, trockenen Humor, der im Zusammenspiel mit Siberius Grand äußerst amüsant ist! Mister Ferret hat einige verborgene Talente, die das Team aus einigen bösen Überraschungen retten wird.

Man merkt recht schnell, dass der Mord prekäre, politische Bedeutung hat und es hier einiges zu vertuschen gilt. Doch die drei lassen sich nicht unterkriegen und jeder auf seine Art

Der Schreibstil ist erfrischend locker, teilweise flapsig gerade in den Dialogen und beim wörtlichen Schlagabtausch, was die doch recht düstere Atmosphäre zu einem unterhaltsamen Schauspiel macht; aber dabei nicht den Ernst der Lage außer Acht lässt. Bei den Männern geht es nunmal in einem etwas raueren Ton zu und Handgreiflichkeiten und Brutalität sind öfters vonnöten. Denn es ist gefährlich im fiktiven Steamtown und der viktorianische Einschlag wird sehr schön mit den typischen Elementen aus dem Genre verbunden: Plasmalichter, Ikonographen, Aetheromanten und viele kleine Details - dazu Ausflüge in die von Unrat überschwemmte Kanalisation und das düstere Sanatorium.
Und! Die Geschichte kommt wunderbar ohne den unnötigen Zusatz einer Romanze aus!

Die Handlung entwickelt sich dabei mit einem guten Tempo und die Spannung wird auch immer wieder angetrieben. Die Zusammenhänge formen sich langsam zu einem Bild, lassen aber noch genug Spielraum zum Rätselraten - vor allem auch durch überraschende Wendungen.
Der Epilog hält dann auch noch einen bösen Zug bereit, wodurch sich noch Stoff für eine Fortsetzung ergeben würde. Ich würd mich jedenfalls darüber freuen!
Düster direkt und einfach nur gut (23.02.2017)
Agent Eric van Halen, der Pater Siberius Grand und Mister Ferret werden mit einem Auftrag vom Ministerium seiner Majestät beauftragt. Sie sollen den bestialischen Mord an einem Bürger der Stadt Steamtown aufklären. Wie sich schnell herausstellt, geht es dem Ministerium nicht unbedingt darum den Schuldigen zu finden oder einen Schuldigen, damit die Bevölkerung nicht unnötig beunruhigt wird. Und auch wenn jeder der 3 Hauptcharaktere so seine eigenen Probleme mit sich rumschleppt, wollen die 3 den tatsächlichen Mörder finden und wenn es sein muss auch auf eigene Faust. So kommt es, dass die 3 auch im Untergrund der Stadt ermitteln werden. Dabei stoßen sie auf mehr wie erwartet. Voller Einsatz von Hab und Gut wird hier gefordert. Und nicht nur das. Es kommt auch zu schweren Kämpfen mit Opfern. Zum Glück erhält unser Team immer wieder Unterstützung und kann somit zur Lösung des Falls kommen. Auch wenn die eigentlich Leiche nicht das einzigste Opfer des Täters bleiben wird. Und die 3 werden in einen Strudel in der Unterwelt gezogen, der ihr Leben komplett verändern wird.
Die Atmosphäre in diesem Buch ist sehr düster. Man hat sofort ein angenehm ungutes Gefühl in der Bauchgegend und kann das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Die Sprache in diesem Buch ist sehr direkt und deutlich. Die Geschehnisse sind hart und teilweise auch brutal. Aber ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Es ist einfach mal was anderes. Die Story ist wirklich gut und auch sehr gut umgesetzt. Bei den 3 Hauptcharakteren wird jeder einen Liebling für sich entdecken. Also auf nach Steamtown. Ich hinterlasse hier gerne 5 Sterne!
Bis auf eine nervige Protagonistin gelungen. (06.02.2017)
Steamtown wird von einem unsagbar furchtbaren Mord erschüttert. Es wird die Leiche eines Mannes gefunden die extrem entstellt und ausgeweidet ist. Der Agent Eric von Valen wird mit der Aufklärung des Mordes betraut. Ihm zur Seite gestellt ist Mr. Ferret vom Ministerium Seiner Majestät. Zu dem Duo stolpert mehr durch Zufall der Pater und Aetheromant Siberius Grand. Dieser deckt eine seltsame Plasma-Spur auf, der die drei in die Kanalisation folgen. Und somit beginnt die Verschwörung alle in ihren Sog zu ziehen. Notgedrungen schließt sich auch noch Whiggs der Truppe an. Sie ist die Nichte von Grand und lebt bei den Tunnlern in der Kanalisation. Die Jagd nach dem irren Mörder endet nicht in der Kanalisation. Die tödliche Spur zieht sich mitten durch die Stadt. Eric und seine Helfer sind immer knapp an der Lösung, aber sie ist nicht so leicht greifbar.

„Steamtown – Die Fabrik“ ist ein Gemeinschaftswerk von C. Steenbergen und dem Team von T.S. Orgel. Die Idee ist im Internet gewachsen und wurde durch etliche Kurzgeschichten zu einer richtigen Story vereint.

Der Schreibstil ist spannend bis zum Ende. Die Geheimnisse sind soweit bis zur Lösung auch im Dunkeln geblieben. Die Protagonisten sind von irre schräg, über schwarzhumorig bis hin zu nervig absolut genial gehalten. Die Mischung aus verschiedenen Charakteren besticht in diesem Roman absolut. Dem fertigen Buch ist auch nicht anzumerken, dass es aus mehreren Teilen zusammengesetzt wurde. Die Story ist flüssig und in sich passend.

Vor allem mochte ich den schrägen Humor einiger der Figuren. Mit wem ich gar nicht warm wurde, war Whiggs. Für mich persönlich war sie einfach nur überflüssig und nervig. Aber wirklich durch den kompletten Roman hindurch, ich hätte sehr gut auf sie verzichten können.

Ansonsten kann ich „Steamtown“ für jeden empfehlen, der gerne Steampunk-Krimis liest. Auch für Steampunk Anfänger ist der Roman sehr gut geeignet, da er nicht so tief in die Materie eintaucht und alles sehr gut verständlich geschildert wird.

LG Zsadista
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